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Feuer - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Feuer - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Feuer gegen Feuer, Hass gegen Hass

Ich habe das immer mal wieder im Internet oder im Fernsehen gesehen, dass bei großen Waldbränden ein Feuer zur Bekämpfung des Feuers gelegt wird. Die Rede ist dann immer davon, dass man das macht, um dem Waldbrand die Nahrung zu nehmen. Wenn das Feuer nichts mehr hat, was es verbrennen kann, dann fällt es in sich zusammen. So in etwa ist das irgendwie beschrieben. Und was hat das jetzt mit Hass zu tun? Und was soll überhaupt der Artikel? Ich glaube, das werde ich jetzt mal erklären.

Kennen Sie das? „Der Hass lodert wie ein Feuer“ – oder so ähnlich. Das gibt es in den verschiedensten Variationen. Man kommt einfach mal mit offen loderndem Hass daher und brüllt wilde Parolen in die Weltgeschichte. Das muss man nicht einmal so machen, dass man die Stimme verliert. Das geht auch ganz gut mit geschriebenen Worten. Und dabei ist es eigentlich auch völlig egal, aus welcher Richtung dieser Hass kommt. Hauptsache ist doch, dass es lodert.

Hass gibt es im Internet eigentlich, so lang es das Internet gibt. Seit einiger Zeit ist es aber so, dass der Hass denen entgegen schlägt, die eh nichts mehr haben. Was das Seltsame an der Sache ist: Man kommt nicht mal mit Fakten daher. Oder was sind das denn für Fakten, wenn man nicht nachprüfbare Dinge ins Rund plärrt? Hauptsache, man kommt daher und erklärt, dass diejenigen, die nichts mehr haben, unerwünscht sind.

Was passiert denn dann als Reaktion? Genau: Diejenigen, die von diesem offen ausgesprochenen Hass hören und anderer Meinung sind, brüllen „die andere Seite“ voll, sie seien von Intelligenz befreit. Die einen sind doof, die anderen sind doof. Da kommt doch niemand auf die Idee und erklärt, dass der andere auch in gewissen Teilen Recht hat. Hauptsache, man kann hassen. Ein tolles Land haben wir hier. Ehrlich, wir haben da das richtige Aushängeschild.

Man kann Hass nicht mit Hass bekämpfen. Die Emotionen sind derart hochgekocht, dass die jeweils anderen alles andere als Menschen sind. Immer wieder wird versucht, dass der Hass den Hass der anderen übertrumpft. Wenn man nur genügend Gegenfeuer legt, wird das Feuer schon verlöschen, da es keine Nahrung mehr findet, oder? Aber das wird nicht passieren, nehme ich mal an.

Feuer im Wald kann ab und an wunderbar gelöscht werden, wenn Wasser drauf gekippt wird. Vielleicht sollten sich die einen und die anderen mal gegenseitig Wasser über die Rübe kippen. Vielleicht fahren sie dann mal runter. Und vor allem wird dieser Hasskrieg nicht auf dem Rücken der Flüchtlinge ausgetragen. Die haben genügend erlebt, dass es für mehrere Leben reicht. Die müssen dann nicht noch erleben, dass man wegen Animositäten auf ihnen herumtrampelt.

Natürlich ist es richtig, dass es einfach mal Blödsinn ist, dass sich Flüchtlinge bereichern oder dass deutsche Hauseigentümer zugunsten von Flüchtlingen enteignet werden. Aber es ist genauso großer Blödsinn, jeden, den Ängste beschäftigen, als Nazi abzustempeln. Weder das Eine noch das Andere führt zu irgendwas. Aber macht nur so weiter. Ich bin dann mal raus.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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