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Leipziger Gruppe zeigt, wie es gehen kann

Die Leipziger Gruppe ist ja ein Konglomerat aus kommunalen Leipziger Unternehmen. Das große, gelbe L ist allerorten zu sehen. Und man fragte sich, was das soll. Nun ist es also raus. Die Entscheidung, eine gemeinsame Gruppe zu gründen, konnte gar nicht besser sein. Das wurde nun gestern bekannt gegeben. Und hier lohnt es sich, ein paar Worte zu verlieren.

Viele Beobachter wurden gehört, als es zum Zusammenschluss aus Stadtwerken, Wasserwerken und Verkehrsbetrieben kam. Überwiegend wurde das Ganze äußerst positiv gesehen und als richtungsweisend eingeordnet. Gestern wurde die Bilanz vorgestellt. Und man hat eine Bilanz für den gesamten Konzern namens „Leipziger Gruppe“ vorgestellt.

23 Millionen Euro. So lautet das Gesamtergebnis. Und die sorgen dafür, dass die Investitionen des Konzerns um eben diese Summe auf über 170 Millionen Euro steigen werden. So will man in Mobilität investieren. Und gestern waberte auch durchs Internet, dass die Stadt Leipzig über die Leipziger Gruppe ein flächendeckendes kostenloses WLAN einführen will.

Damit rüstet sich Leipzig für die Zukunft. Elektro-Zapfsäulen und auch so vieles andere werden kommen und sind schon teilweise da. Damit zeigt die Leipziger Gruppe eigentlich jedem, wie es gehen kann. Kommunale Unternehmen wurden so oft unterschätzt, in Leipzig scheint das anders zu sein. Bei meiner täglichen Arbeit bekomme ich auch immer mal Wind davon, wie sonst mit kommunalen Unternehmungen umgegangen wird. In Leipzig waren die Einzelunternehmen auch erst im Abseits. Aber man hat gelernt. Und das kann nicht so schlecht sein.

Nachdem nun auch die Freibäder der Stadt Leipzig zur Leipziger Gruppe gehören, wird der Konzern immer breiter. Es ist in meinen Augen eine gute Idee, die kommunalen Bemühungen in diese Unternehmensgruppe zu stecken. Hier wird wohl noch einiges weitere passieren. Und das ist alles andere als dumm. Man merkt irgendwie, dass die Stadt hier gelernt hat. Solche Desaster wie die herrenlosen Häuser oder diese Cross-Border Leasing-Geschichten gehören zum Glück der Vergangenheit an. Warum auch nicht?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „Leipziger Gruppe zeigt, wie es gehen kann

  1. Moin,

    ich bin ja bei soetwas immer skeptisch. Da nutzt die Stadt die Monopolstellung bei Wasser und Teilmonopol bei Strom, um am Stadtrat vorbei Projekte quer zu finanzieren, die im Grunde aus dem Haushalt der Stadt finanziert werden müssen. Unter Kontrolle des Stadtrates und der Bürger.
    Logisch lässt sich ein Schwimmbad, dass auch Vereinen offen steht, nicht kostendeckend führen. Das dafür aber unter dem Tisch Wasser- und Abwassergebühren, sowie Stromentgelte herhalten müssen, finde ich fragwürdig. Zumal Unternehmen und Privatpersonen, die nicht Kunde bei den Stadtwerken sind, sich somit aus der Steuerpflicht „schummeln“ können.
    Einen Haushaltsplan der Stadt kann ich kontrollieren und beurteilen. Versteckte Quersubventionen innerhalb eines L-Konzerns, in den nicht mal die Stadträte Einblick erhalten, sind nicht transparent. Heidinger hat seine Finanzwetten aus deshalb durchziehen können, weil das System nicht kontrollierbar ist.
    Ganz zu schweigen von gegenseitigen Bürgschaften zwischen Stadt und dem L-Konzern. Bürgschaften tauchen im Haushalt nur versteckt auf, während die Schulden auf dem Papier im Konzern sind und nicht bei der Stadt.
    Eine Stadt muss für die Bürger transparent sein und Kontrolle ermöglichen.

    LG
    Robert

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