The Social Network – Milliardär per Zufall

Wie jetzt? Ein Artikel über Facebook, der nicht in „Informatik“ zu finden ist? Es geht auch nicht um Facebook an sich, sondern um einen Kinofilm. Es handelt sich hier um „The Social Network“.

Ich möchte an dieser Stelle auf die Wirkung des Filmes auf die Internetgemeinde eingehen. Ich denke nicht, dass in diesem Film mit dem bösen Zeigefinger auf Mark Zuckerberg gezeigt werden sollte. Aber der Reihe nach.

„Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen.“ So lautet das wohl bekannteste Zitat von Mark Zuckerberg (geboren am 14.05.1984).

David Fincher, Macher des 90er Jahre Klassikers „Fight Club“ erzählt in diesem Film über die Entstehungsgeschichte des Netzwerkgiganten. Er nutzt als Vorlage das Buch „The Facebook Effect“ von Ben Mezrich.

Nachdem Mark Zuckerberg von seiner Freundin verlassen wurde, weil er ein Arschloch sei, kam Zuckerberg auf die Idee einer Webseite, auf der Fotos verglichen werden konnten. Dazu hackt er sich in die Datenbanken der Harvard-Wohnheime, stiehlt Fotos und stellt diese auf der Seite der Öffentlichkeit zur Verfügung. Der Außenseiter schreibt außerdem herablassende Kommentare über seine Exfreundin in seinem Blog.

FaceMesh, so die Seite, verbreitet sich immer weiter, bringt den Server von Harvard an den Rand seiner Leistungsfähigkeit und Zuckerberg muss sich verantworten. Einige Zeit später wächst aber die Idee zu einem elitären Netzwerk, wird dann aber verändert: „Ich rede davon, sämtliche sozialen Erlebnisse im College online zu stellen.“

Und so wird Facebook geboren und die Geschichte ist geboren. Ich möchte hier aber nicht den Film erzählen, sondern die Wirkung aus meiner Sicht interpretieren.

Der Film wurde überwiegend positiv bewertet. Zuckerberg wird nicht als Witzfigur sondern als Einzelgänger hingestellt, der Facebook als Rachefeldzug anlegt. Jahrelang ist er derjenige, der sich die Nase an der Fensterscheibe plattdrückt, hinter der die coolen Parties stattfinden, auf denen sich die Mädels ausziehen. Er ist der unsympatische Sonderling, der mit Skriptsprachen umgehen kann. Und er zeigt es allen, da er etwas heißeres als Studentenparties hatte.

Allerdings bleibt der Fakt: Zuckerberg ist eben ein Arschloch, wenn auch ein interessantes. Und er ist der neue Typus Unternehmerheld.

The Social Nework reicht fast an Shakespeare-Balladen heran, da hier eine Mischung aus Verrat, Ehrgeiz, Liebe und Gier ins Internet verlagert wird. Vielleicht macht gerade das den kollosalen Erfolg des Filmes aus. Schließlich hat er 4 Golden Globes gewonnen und ist Hauptfavorit auf den oder die Oscar(s).

Ab 10. März 2011 ist der Film als DVD und Blue Ray erhältlich. Es ist abzusehen, dass der Erfolg, den der Film weltweit in den Kinos hatte, in den Geschäften wiederholt wird. Bis dahin gibt es zur Überbrückung die offizielle Seite der 500 Millionen Freunde.

The Social Network ist besonders für Blogger, Nutzer von sozialen Netzwerken und überhaupt für die Nutzer des Internets und der neuen Medien interessant. Jeder kennt die Vorwürfe an Facebook und die Diskussionen um den Missbrauch der Userdaten. Es geht um Datenschutz und Privatsphäre. Im Film wird gezeigt, wie aus einer kleinen Idee eine riesige Geldmaschine wird, die aus Freunden erbitterte Feinde macht.

Praktisch wie im richtigen Leben, nur eben mit dem alltäglichen „Gefällt mir“-Link.

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