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Der Tanz um die Facebook-AGB

Es ist mal wieder soweit. Facebook aktualisiert die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, und viele Nutzer hyperventilieren vor sich hin. Es gibt eine ganze Menge Bekundungen, dass man gegen diese AGB protestiert und sich mit ihnen nicht einverstanden erklärt. Nichtsdestotrotz werden diese Geschäftsbedingungen mit dem Jahreswechsel in Kraft treten. Und der Unmut wird lauter.

Aufgrund der neuen AGB´s in Facebook widerspreche ich hiermit der kommerziellen Nutzung meiner persönlichen Daten (Texte, Fotos, persönliche Bilder, persönliche Daten) gemäß BDSG. Das Copyright meiner Profilbilder liegt ausschließlich bei mir . Die kommerzielle Nutzung bedarf meiner schriftlichen Zustimmung.

Also: Wer sich bei Facebook registriert, muss die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptieren. Werden diese angepasst, haben sie aber weiterhin ihre Gültigkeit. Solche oder ähnliche Beiträge auf Facebook wie der zitierte sind nicht sinnvoll und rechtlich nicht haltbar. Denn Facebook schreibt ganz klar in den AGB, dass man auch die geänderten Geschäftsbedingungen akzeptiert, wenn man Facebook nach der Einführung dieser weiter nutzt. Das heißt also in Kurzform: Wer Facebook nutzt, akzeptiert die AGB, auch wenn sie angepasst werden. Ist man mit ihnen nicht einverstanden, sollte man Facebook nicht mehr nutzen.

Man gewährt bei der Registrierung dem Netzwerk weitgehende Nutzungsrechte unter anderem für die Bilder. Würde man dies nicht tun, dürfte Facebook diese gar nicht darstellen. ABER das Urheberrecht (das Copyright) bleibt immer beim Nutzer, wenn er die Inhalte selbst erstellt hat. Sprich: Ein Foto, das ich bei Facebook hochlade, bleibt auch immernoch mein Foto. Ich räume Facebook nur für die Dauer meiner Mitgliedschaft ein Nutzungsrecht ein, damit es im Stream meiner Kontakte angezeigt werden kann.

Und wer hier erzählt, dass die Inhalte dann den Werbepartnern von Facebook angeboten werden, der irrt. Diesem Irrtum bin ich selbst auch mal aufgesessen, wenn ich mich richtig erinnere. Die Werbepartner werden niemals Zugriff auf die Daten der Nutzer erhalten. So schreibt es der Verein Mimikama in einem Blogartikel. Also können wir uns dahingehend einigermaßen beruhigen, denke ich.

Unterm Strich können alle Nutzer aufhören, diese komischen Statusmeldungen (ob als Text oder als Bild) zu verfassen, zu teilen und all das. Facebook macht nichts unerlaubtes im Moment. Klar sollte man immer ein wenig offenen Auges im Internet unterwegs sein. Und man sollte immer schauen, was man in dem Netzwerk veröffentlicht. Aber diese Statusmeldungen sind irrelevant. Aus Facebook-Sicht und aus rechtlicher Sicht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Der Tanz um die Facebook-AGB”

  1. Naja, Fakt ist, dass sich Facebook mit seinen neuen Datenrichtlinien jetzt z.B. das Recht rausnimmt, das gesamte (!) Surfverhalten des Nutzers auszuspionieren. Egal ob mobil oder am Desktop. Nebenbei schaun sie noch nach, wo du dich gerade befindest und welche Apps du verwendest. Verpackt ist diese Änderung der Nutzungsbedingungen und Datenrichtlinien in schöne Anleitungen wie ich meine Privatsphäre schützen kann – lachhaft.
    Zugegeben, diese „Ich stimme nicht zu…“ Bilder bringen gar nichts, aber ganz ehrlich, wenn man es sich wirklich überlegt, kann man diesem Vertrag nicht mehr zustimmen. Es bleibt also nur mehr Facebook in Zukunft nicht mehr zu verwenden.

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