Eine Zahlungsaufforderung von nacha.org

Zurzeit mach mal wieder eine neue Phishing-Email die Runde. Obwohl, so richtig neu ist sie nicht. Sie kursiert alle paar Wochen durch die Internet-Welt. Und jetzt gerade wieder. Es handelt sich um eine Email von einem Zahlungsdienstleister namens NACHA.

Der Inhalt der Email ist recht einfach gestrickt:

The ACH transaction (ID:######## ), recently initiated from your checking account (by you or any other person), was canceled by the other financial institution.
Rejected transaction
Transaction ID: ########
Reason for rejection: See details http://nacha.org/report/########/detailis.php?n=3236
1658 Sunrise Valley Drive, Suite 100 Herndon, VA 20171 (703)561-1100 2011 NACHA – The Electronic Payment Association

Eine „ACH Transaktion“ wurde also von einem anderen Finanzinstitut abgebrochen. Aha. Nun kenne ich aber NACHA nicht. Warum soll ich also irgendetwas an diese Organisation zahlen?

Eine kurze Suche im Internet ergab, dass mit solchen Emails versucht wird, Email-Konten abzugreifen. In schlimmeren Fällen kommt es gar dazu, dass Bankdaten abgegriffen werden.

OK, und wer ist NACHA? NACHA verwaltet wohl ein Netzwerk namens ACH, das dazu da sein soll, Geld- und Datenbewegungen bereitzustellen. Angeblich fungiert ACH als ein sicheres, zuverlässiges Netzwerk für den direkten Verbraucher, Unternehmen und staatliche Zahlungen. Es sollen wohl „kreative Zahlungsmethoden“ ermöglicht werden.

Jawohl, es handelt sich um Spam. NACHA selbst hatte im Februar diesen Jahres eine entsprechende Warnung veröffentlicht. Ob NACHA selbst vertrauenswürdig ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Daher empfehle ich, Emails, die einen solchen Inhalt wie oben enthalten, nicht zu beachten und NACHA selbst mit großem Argwohn zu betrachten.

ACH selbst steht für „Automated Clearing House“. Es handelt sich dabei um eine zentrale Stelle zur Abrechnung von Wertpapiertransaktionen und zur Absicherung des Ausfallrisikos. Der größte Betreiber eines solchen Netzwerks ist die Federal Reserve Bank, die amerikanische Notenbank.

Also selbst wenn Sie internationale Finanztransaktionen abwickeln, heißt das noch lange nicht, dass Sie einer solchen Email über den Weg trauen können. Verschiedenste Meldungen im Internet weisen nach, dass es sich um Spam und Phishing handelt.

5 Kommentare

  1. danke für den ausführlichen bericht. ich hab seit mitte november bereits 3 dieser mails in meinem gmx-spamordner vorgefunden. spam einfach gesamt und ungelesen löschen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.