Rücksichtsvoll bloggen: Eigentlich normal

Rücksichtsvoll bloggen: Eigentlich normal

Rücksichtsvoll bloggen: Eigentlich normal

Letzte Aktualisierung am

Wer kann rücksichtsvoll bloggen? Und was heißt das überhaupt? Ich habe hierzu vieles gelesen und erlebt und schreibe meine Eindrücke einmal hier im Artikel auf. Es kann ja eigentlich nicht so schwer sein, wenigstens etwas Anstand walten zu lassen. Ich meine, wenn die Zeitungen mit den möglichst großen Buchstaben wilde Schlagzeilen brüllen, müssen wir doch dafür sorgen, dass es nicht an den Bloggen liegt, wenn der Ton so rau geworden ist. Aus diesem Grund schreibe ich diesen Artikel.

Gibt es Blogger-Gesetze?

Was nicht alles behauptet wurde! Die einen sagen einem, dass die Blogger alles gesetzlose Tunichtgute sind. Die anderen behaupten, dass es Regeln speziell für Blogger gibt. Was stimmt nun? Wenn wir alle vorgeben, rücksichtsvoll bloggen zu wollen, müssen wir uns zwangsläufig mit solchen Fragen herumschlagen. Aber wie ist das nun? Gibt es ein Regelwerk? Eine DIN / ISO-Norm, eine Paragraphensammlung? Nein, all das gibt es nicht. Es gibt aber einerseits die gesetzlichen Rahmen und andererseits den Anstand.

Darüber hinaus gibt es aber jede Menge Handlungsempfehlungen, um rücksichtsvoll bloggen zu können. Ich meine, wie viele Blogger geben von sich, anständig zu sein, und pöbeln dann wild vor sich hin oder übernehmen ungefragt Inhalte? Klar, niemand ist davor gefeit, dahingehend Fehler zu machen. Aber man muss sich dann irgendwie auch zurücknehmen wollen. Und dafür mache ich das mit diesem Artikel. Denn manches ist einfach schlimm.

Rücksichtsvoll bloggen: Wie geht das denn nun?

Es gilt die eigene Meinung

Es hilft ja nichts: Da gibt es unfassbar viele Blogs, die einfach nur nachplappern, was andere auch geschrieben haben. Unabhängig davon, ob das stimmt oder nicht. Darum ist es doch besser, eine Information, die man erhält oder liest, zu bewerten und dann die Meinung dazu zu sagen. Ein Blog ist immer ein Meinungsmedium. So lang das nicht mit den Gesetzen kollidiert, ist das eben nicht problematisch.

Quellen benennen

Kennt ihr noch den Running Gag “Quelle: Internet” oder ähnlich? Es ist nach wie vor nicht schlimm, dass die Leser erfahren, woher man etwas weiß. Oftmals ist es auch so, dass die Leser dann durch die Links zu den Quellen noch mehr nachvollziehen können, warum etwas so und so verfasst wurde. Hier ist übrigens keine günstige Benennung eines Links. Aber es ist schon so: Benennt eure Quellen, es tut nicht weh.

Von wann ist das?

Ich verstehe Blogger nicht, die einfach das Veröffentlichungsdatum ausblenden. Frage ich danach, erhalte ich zur Auskunft, dass das ja “Evergreen Content” sei, der praktisch immer funktionieren würde. Tja, aber das wissen manchmal die Leser nicht. Und was ist denn, wenn doch inzwischen etwas anders geworden ist? Ich blende sogar das Datum der letzten Änderung ein. Es ist nicht schlimm, das bekannt zu geben.

Besucherdaten sind ein hohes Gut

Datenschutz wird hier im Blog immer schon groß geschrieben, nicht erst seit der DSGVO. Es ist die verdammte Pflicht eines Webseitenbetreibers, die Daten der Besucher zu schützen. Aus diesem Grund gibt es hier keine Schnüffelei nach sonstwo hin. Die Analyse mache ich mit MATOMO, irgendwelche Plattform-Einbettungen habe ich nicht. Hier gibt es nur YouTube (Ja, Plattform, ich weiß schon), aber erst nach Aktivierung, und den anonymen Zählpixel der VG-Wort.

Keine Schleichwerbung

Wie ich es hasse, wenn ich irgendwo eine vermeintliche Meldung oder so lese und dann das Gefühl nicht loswerde, dass irgendwer dafür Geld bezahlt hat. Das ist ja auch nicht schlimm, aber dann muss eben deutlich “Werbung” dabei stehen. Ich hätte reich mit dem Blog werden können, hätte aber dafür die Leser hinters Licht führen müssen. Rücksichtsvoll bloggen heißt hier eben auch, fair auf Werbung hinzuweisen.

Urheberrechte sind kein Firlefanz

Ich hatte mal eine Auseinandersetzung wegen einer Urheberrechtsverletzung. Seitdem achte ich peinlich genau darauf, niemanden zu beklauen, und sei es unabsichtlich. Was meint ihr, wie peinlich mir diese Nummer war! Nein, ich halte das schon ein. Das hat auch etwas mit einem Rechtsverständnis zu tun, denke ich. So ist das übrigens auch

Der Ton macht die Musik

Ja, es gibt eine Partei, über die ich herzhaft schimpfen kann. Es ist ja auch in den meisten Fällen angebracht. Andererseits hatte ich eigentlich nicht vor, mich gegenüber anderen im Ton zu vergreifen. Dafür habe ich eine gewaltige Portion Anstand in der Kindheit mit auf den Weg bekommen. Auch mit Gerüchten habe ich es nicht so. Erst recht spielen Lügen hier keine Rolle.

Eine gute Kommentarkultur

Hier gibt es mehr als 5100 Artikel, dazu knapp 7700 Kommentare, davon 1700 von mir. Ja, etliche Kommentare habe ich nicht beantwortet. Warum auch immer. Aber wenigstens ist es möglich hier zu kommentieren. Das wird auch so bleiben. Und ich mache es euch so einfach wie möglich. Gleichwohl muss ich aber aufpassen, was hier geschrieben wird. Aber grundsätzlich bin ich schon ziemlich zufrieden damit.

Es ist doch gar nicht so schwer

Rücksichtsvoll bloggen heißt doch unterm Strich nichts anderes, als dass es ein Geben und Nehmen mit Anstand ist. Es ist keine Wissenschaft. Ich habe nun einmal kein Recht, meine Besucher auszuspionieren oder mit nicht gekennzeichneter Werbung übers Ohr zu hauen. Und ich lebe nunmal besser, wenn ich mich an geltende Gesetze halte und einen gewissen Ton wahre. Das ist doch keine Raketenwissenschaft, oder? Warum schaffen das nicht alle Blogger? Es ist mir ein Rätsel.

Und nur damit das klar ist: Es ist ja egal, wie man das Alles nennt. Bei Conterest steht da etwas vom Blogger Kodex. Dort können sich auch andere Blogger informieren, was andere so denken. Am Ende hat das Alles etwas mit Anstand zu tun. Und in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland muss es doch möglich sein, anständig zu sein. Obwohl: Manchmal beschleichen mich da enorme Zweifel. Aber das ist ein anderes Thema.

Rücksichtsvoll bloggen: Eigentlich normal

4 Kommentare zu „Rücksichtsvoll bloggen: Eigentlich normal“

  1. Ein schöner, runder Artikel, der alles Wichtige gut auf den Punkt bringt!

    Fehlt nur noch, die Leserinnen und Leser mal ein wenig anzustupsen zum Thema: Zur “guten Kommentarkultur” gehört auch, dass die Lesenden gelegentlich kommentieren! :-)

    Ein bisschen schwierig ist das zugegeben bei Artikeln, die gefühlt schon alles zum Thema sagen und es auch gut begründen. Da bleibt dann zu wenig “Kante” zum Einhaken.

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