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Samsung: TIZEN verschmilzt mit BADA – Eine neue Generation von Betriebssystemen

Smartphones sind in aller Munde. Und die von Samsung sowieso. Ich als Benutzer des sehr schicken Samsung Wave 3 mit Bada-Betriebssystem verfolge natürlich, was sich derzeit tut. Und das ist gewaltig. Es gibt Neuigkeiten für Bada.

Ich habe ja schon länger die Vermutung, dass Bada abgelöst werden könnte. Nun scheint es amtlich zu werden. Wie das Magazin Golem berichtet, hat Samsung vor ein paar Tagen verkündet, dass das eigene System Bada mit dem Intel-Mobilsystem TIZEN verschmolzen werden soll. In dem Zusammenhang wurde bekannt, dass TIZEN noch in diesem Monat veröffentlicht werden soll.

Was passiert denn dann mit den vielen Bada-Smartphones, die in der Welt umher geistern? Angeblich sei es wohl so, dass auch weiterhin Bada-Smartphones, also die Geräte der Wave-Reihe, vollständig unterstützt werden. Ob allerdings zumindest das letzte Gerät der Reihe, das Wave 3, TIZEN unterstützen wird, steht in den Sternen. Darauf hat Golem von Samsung keine Antwort erhalten.

Aber das kennen wir ja schon. Ich hatte eine Anfrage an die Pressestelle von Samsung gestellt und auf meinen Artikel zur Zukunft von Bada verwiesen. Auch ich hatte keinerlei Antwort erhalten. So ergeht es offensichtlich jedem, der bei Samsung zum Thema Bada eine Anfrage stellt. Die Informationspolitik ist da wirklich grauenhaft.

Jedenfalls soll Bada in TIZEN integriert werden. Davon soll sich Samsung wohl einen größeren Markt versprechen. Golem vermutet, dass der Erfolg von Android für diese Entscheidung ausschlaggebend war. Darum sollte man sich mit TIZEN langsam etwas näher befassen.

Badania hat einige Screenshots von TIZEN bereitgestellt. Das System macht einen guten Eindruck. Ähnlich seriös und bieder wie Bada, also ohne Schnickschnack und Wow-Effekt. Vielleicht dann aber genauso stabil und zuverlässig? Die positiven Bada-Eigenschaften sollten auf jeden Fall übernommen werden. Und bei den Techbloggers findet man Videos zu TIZEN. Alles zeigt auf, dass das System durchaus gut ist. Es sieht sehr ausgereift aus.

Ich bin mal gespannt, ob es zu einer wirklichen Verschmelzung kommt. Denn das würde bedeuten, dass Wave-Smartphones mit TIZEN ausgestattet werden können. Allerdings werden wir das von Samsung nicht erfahren, weil die sich nicht äußern werden.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 thoughts to “Samsung: TIZEN verschmilzt mit BADA – Eine neue Generation von Betriebssystemen”

  1. Hallo Henning,

    schade eigentlich,dass Samsung und Intel nicht mehr über Tizen berichten. Es ist anzunehmen,dass Tizen mit den geplanten Firefox OS konkurieren wird. Open Source vs Open Source mit großen Firmen mit Gewinnorientierung, was wird sich durchsetzen?

    Kann man wohl zu diesem Zeitpunkt nicht deuten….

    Hoffentlich werden zumindest diese neuen Betriebsysteme zu einer Entwicklung des Smartphonemarktes kommen auf die auch die Endkunden warten.

    Lg Lutz

    1. Hallo Lutz,

      es ist wirklich schade, dass so wenig publik wird. Weder zu Tizen noch zu Bada. Man weiß bei Samsung derzeit tatsächlich nicht, woran man ist.

      Mir würde es gefallen, wenn man sich zumindest für irgendetwas entscheiden würde. Aber gegen die Platzhirsche Google und Apple (Android und iOS) kann man sich wahrscheinlich wenig behaupten, wenn man den Kuchen in noch mehr Teile zerschneidet. Tizen und Bada wäre ja noch möglich. Wenn da nun aber jeder, der programmieren kann und irgendwie ein wenig einen Namen hat, ein mobiles Betriebssystem wirft, kann das nix werden. Und kundenfreundlicher kann es auch nicht werden.

      Lassen wir uns einfach mal überraschen, was passiert. Meine Erfahrung aus dem Freundes- und Bekanntenkreis hat mich jedenfalls gelehrt, dass außerhalb der Apple-Welt Android zwar derzeit das Maß aller Dinge ist, aber nicht immer eine glückliche Wahl für die Hardware / für den Benutzer ist.

      Man könnte vielleicht nachsinnen, ob man nicht Hardware, also Handys, baut, die sowohl als auch unterstützen, und man dann dem Kunden die Wahl des Betriebssystems lässt.

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