17 Jahre „Glasgarten“ von Goethes Erben und Heppner

Ich liebe das Lied „Glasgarten“ der Avantgarde-Musiker von Goethes Erben zusammen mit Peter Heppner. Hier haben wir eine entrückte Geschichte für den Herbst. Es handelt sich um den mit weitem Abstand größten Erfolg des deutschen Musikprojektes rund um Oswald Henke und Mindy Kumbalek. Und ich nehme das einfach mal zum Anlass, darüber zu schreiben. Und leider gibt es seit heute noch einen traurigen Anlass dafür.

Ganz aus Glas / kalt wie Eis / jeder Baum im Glasgarten

Der „Glasgarten“ ist ein ganz besonderes Lied. Um den Zauber dieser Nummer nicht zu zerstören, schreibe ich den Inhalt hier nicht auf. Der Text ist auf der Seite von Goethes Erben zu lesen. Das Stück war schon lange vor der Veröffentlichung als Single vereinzelt Bestandteil von Konzerten von Goethes Erben. Das Lied ist komplett entrückt vom Alltag. Und es nimmt den Hörer mit in eine bizarre Welt.

Es handelt sich um die pure Reinheit, die Glas ausstrahlt. Keine Wärme, die verfliegen kann. Grundidee war wohl die Vorstellung von Oswald Henke, in einer Welt von Gärten und Städten aus Glas mit Glaswäldern zu leben. Peter Heppner wiederum hatte in seiner Kindheit als erstes ein Kinderbuch über ein Korkmännchen in einer Glaswelt gelesen.

In diese geheimnisvolle Welt aus Glas nehmen uns Goethes Erben mit. Der Text ist absolute Lyrik, Kunst. Und es werden Bilder gemalt, die suggerieren, wie anmutig und schön kaltes Glas sein kann. Und auch so zerbrechlich. Letztlich ist „Glasgarten“ auch gerade wegen dieser Anmut und Zerbrechlichkeit ein faszinierendes Stück Musik.

Trauriger Anlass

Der „Glasgarten“ wirkt so wie ein Ort, an dem nichts mehr ist. So wie nach dem Leben. Das Leben ist zerbrechlich wie Glas. Deshalb sollte man immer genau darauf acht geben. Der Text im oberen Abschnitt war schon länger angefangen. Und wegen eines traurigen Anlasses habe ich den Artikel nun weiter geschrieben. Der Anlass ist der Tod von Blogger-Legende Robert Basic.

Der nachdenkliche Querkopf war einer der Hauptgründe, wieso ich überhaupt beim Bloggen hängen geblieben bin. Er war bis zuletzt ein besonderer Autor, hat sich nie unterkriegen lassen. Und er war eine wichtige Stimme im Internet. Aber letztlich hat sein Herz nicht mehr mitgemacht. Und nun wandelt Robert Basic in seinem eigenen Glasgarten. Und Goethes Erben liefern den Soundtrack dazu.

Einen echten Artikel zum Tod von Robert Basic schreibe ich noch. Das Lied „Glasgarten“ jedenfalls ist bestens dazu geeignet, den Schock über die Nachricht nicht als so schlimm zu betrachten. Und das schaffen Goethes Erben eben noch dazu.

Das Lied

„Glasgarten“ öffnet sich dem Hörer nie vollständig. Es bleibt immer im Ungefähren. So geht das auch weiter mit dem offiziellen Video, das ich mit erweitertem Datenschutzmodus eingebaut habe. Ich hoffe, damit liefere ich dem Robert die richtige Musik zum Spinnen, Austauschen, Denken, Lachen, wie er es immer gewollt hat.

Was Sie auch interessieren könnte:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.