Unternehmen: Storys statt lahmes Blabla

Ich hatte vor rund 3 Jahren mal etwas zum Storytelling in Blogs geschrieben. Aber wie ist das eigentlich für Unternehmen? Geht das auch in diesem Bereich? Man sagt, dass dem so wäre. Aber wenn man in die Social Media Accounts diverser Unternehmen schaut, wird man sträflich enttäuscht. Wie wollen denn dann Firmen am Markt bestehen bleiben? Heutzutage muss da schon mehr passieren.

Storytelling für Unternehmen

Man kann es einerseits so machen wie etliche Unternehmen auf der Welt. Man geht hin und schiebt so einen Eintrag in die sozialen Netzwerke:

<Fakt als Frage formulieren><Lösung geben><Link zum Angebot><Hashtag>

Ich will da jetzt keine Beispiele bringen. Aber da gibt es etliche Unternehmen, die genau auf diese Art und Weise ihre Accounts bei Twitter, Facebook und Co. befüllen. Meistens zeitgleich, also automatisiert. Meine Güte, ist das lahm! Vor allem, wenn man dann sieht, dass die sozial-medialen Mitarbeiter mehr drauf haben und dann sogar eine Geschichte erzählen können.

Abseits von Schlagworten, Hashtags und – ja – Buzzwords muss man doch Hintergründe erzählen können. Was bringt es Interessenten, ausschließlich werbliche Tweets zu lesen? Dem will man doch heute nicht mehr folgen. Denn in Zeiten von Werbeblockern dürfte jedem klar geworden sein, dass man mehr als einen nur halb ausgereiften Werbe-Eintrag fabrizieren muss.

Man muss doch die Interessenten, Mitarbeiter, Kunden, Partner mit auf eine Reise nehmen. Mir sind diverse Unternehmen bekannt, die vor gewaltigen Umbrüchen stehen. Lediglich ein prominenter Eintrag von einem Unternehmen ist dazu zu lesen gewesen: „The journey just started“ – „Die Reise hat gerade erst begonnen“. Warum im deutschen Stamm-Account nicht ein Wort darüber verloren wurde, bleibt dann allerdings ein Geheimnis der Firma.

Geht es denn auch anders?

Klar können Unternehmen Geschichten erzählen. Wie ein Anbieter von Sonnenbrillen, der erzählt, dass ein Frankie böse ist. In etlichen Einträgen in den sozialen Netzwerken erzählt der Anbieter etwas von dem Bösewicht. Der hat ein Polizei-Motorrad gestohlen und flüchtet vor der Staatsmacht. Dabei trägt er – Wer hätte es gedacht? – eine Sonnenbrille. So etwas in der Art meine ich (Instragam-Link).

Wenn wir oben auf das „The journey just started“ blicken, dann stellen wir fest, dass dann nicht etwa ein eigener Unternehmensblog via Twitter verlinkt wurde, sondern ein weiteres soziales Netzwerk. Im Unternehmensblog schafft man es aber vielleicht bisweilen, eine Geschichte zu erzählen. Vielleicht zitiert man große Dramen und Balladen. Aber unterm Strich ist da viel zu viel „Fakten, Fakten, Fakten“. Die Geschichten wiederum fehlen.

Storytelling bedeutet für Unternehmen immer, die Visionen zu kommunizieren. Sie stärken das Vertrauen zum Anbieter, die Firmen können ihre Ideen vorstellen und gern auch mal herum spinnen. Und nicht zuletzt (Um auf meinen ganz oben verlinkten Artikel zurück zu kommen) geht es doch darum: Was ist deine Geschichte? Storytelling bietet viel. Man muss sich als Unternehmen eben auch trauen.

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