45 Jahre „Love’s Theme“ vom Love Unlimited Orchestra

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Wer zum Kuckuck war denn das „Love Unlimited Orchestra“? Und was ist das „Love’s Theme“? Hui, da liegt ja einiges an Liebe in der Luft, oder? Bei dem vorliegenden „Love’s Theme“ handelt es sich um eins der bekanntesten Instrumentalstücke der Popmusik-Geschichte. Und das „Love Unlimited Orchestra“ war die Begleitband von Soul-Gott Barry White.

Was finde ich denn an diesem Love’s Theme?

Ich wurde im Oktober 1973 geboren. Einen Monat später kam diese Nummer auf den Markt. Barry White höchstselbst hatte das Werk komponiert und produziert. Und irgendwie hatte es ein halbes Jahr wohl gedauert, bis das Lied sich so richtig im Bewusstsein der Philly-Sound-Fans festgesetzt hatte. Von dort kam es nie wieder raus.

Meine Mutter hörte in der DDR immer „Westradio“. Vermutlich bekam ich auf diese Art und Weise das „Love’s Theme“ mit auf den Weg. Ich denke, unzähligen Altersgenossen ging es ähnlich. Es wurde im Laufe der Zeit so, dass das Lied zu einer Art Kulturgut wurde. In der Werbung nutzen es Fluggesellschaften. Unzählige Soundtracks von Filmen enthielten das Lied. Und es wurde etliche Male gecovert.

Mich faszinierte immer diese leichte Stimmung in der Melodie, die dieses vierzigköpfige Orchester darbrachte. Das Alles war untermalt von einem federleichten Schlagzeug-Rhythmus und der für den Philly-Sound typischen Wahwah-Gitarre. Das Lied war für mich immer die pure Erhabenheit. Es ist ein Stück Musik mit Wohlfühl-Charakter.

Based on Love’s Theme

Es begab sich aber zu jener Zeit, dass Andy McCluskey mit seinem zweiten quasi-Solo-Album 1993 um die Ecke kam. Das war das berüchtigte „Liberator“-Album. Ich schrieb darüber, dass es eine Resterampe ist. Die zweite Single daraus war „Dream of Me (Based on Love’s Theme)“, das grundsätzlich auf dem bekannten Instrumental-Titel aufbaut.

OMD war es aber untersagt, die Album-Version mit den Elementen der berühmten Vorlage als Single zu veröffentlichen. Stattdessen sang Barry White mit. Und so wurde die Nummer nochmal als Remix durch den Fleischwolf gedreht. Es bleibt aber dennoch eine kunterbunte Discokugel, die durch den Rückspiegel in die Siebziger mit ihrem Philly-Sound schaut.

Und da kommen wir wieder bei Barry White raus, der wohl wie kein zweiter den Musikstil prägte. Immer an seiner Seite seine Frau Glodean Beverly, die er 1974 heiratete. Mich würde es nicht wundern, wenn ihr das berühmte Instrumentalstück gewidmet ist. Sie sang übrigens bei „Love Unlimited“, der Vocalgruppe, die das Orchester und Barry White begleitete. Und so schließt sich der Kreis.

Die Lieder

Hhm, die Lieder? Ja, ich habe mir gedacht, dass ich doch alle drei angesprochenen Versionen hier einbaue. Wir beginnen mit „Love’s Theme“ vom Love Unlimited Orchestra, gefolgt von der Vocal-Version mit Glodean Barry und „Dream of me (Based on Love’s Theme)“ von OMD.

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