OMD mit „The Punishment of Luxury“

Der Luxus ist Strafe. Das erzählen uns OMD mit ihrer zweiten Single aus dem neuen Album gleichen Titels, das im September endlich auf den Markt kommen wird. „The Punishment of Luxury“ ist ein großartiges Lied und voll und ganz OMD, die nur noch zu 75% in der originalen Besetzung unterwegs sind. Andy McCluskey, Paul Humphreys und Martin Cooper sind noch dabei. Malcolm Holmes ist ausgestiegen, dafür trommelt Stuart Kershaw.

Wovon erzählt das Lied?

First World Problems – Probleme der führenden Nationen. Das iPhone hat kein Netz für das Teilen des frisch gekochten, veganen Essens bei Instagram. Mit diesen Themen spielen die alternden Herren. Jetzt wird nicht direkt von dem High Tech Spielzeug erzählt. Der Titel ist eine Metapher. Er ist entlehnt von einem Gemälde, das den Überfluss der viktorianischen Zeit zeigt.

Andy McCluskey sagte in einem Interview über die „Strafe des Luxus“, dass dies „all diese Scheiße“ sei, mit der man sich beschäftigen muss. Es ist nur ein Problem, das für uns durch einen Vorschlag geschaffen wurde. Dieser ganze Kram kam aus einer Marketing-Abteilung, die uns alle beschissen haben. Was auch immer man denkt, das man braucht, es ist nicht so.

Was soll dieses Lied?

„The Punishment of Luxury“ ist ziemlich aggressiv instrumentiert, wodurch der an sich fast poppige Charakter zerbröselt wird. Es ist ein typisches OMD-Lied, aber halt alles andere als Pop. Das Problem ist, dass der Luxus der Auslöser für nahezu alle Konflikte auf der Welt ist. Religion ist ja auch eine Art Luxus, weshalb das Lied irgendwie in diese Zeit passt, wie sonst selten ein Lied der Briten.

In „The Punishment of Luxury“ wird das moderne Leben stilisiert. Aus diesem Grund klingt das Lied auch enorm industriell. Dem überbordenden Luxus soll Einhalt geboten werden, scheinen sie sagen zu wollen. Das zeigt sich auch an dem Video, das den Stil der Videos von „English Electric“ fortführt. OMD legen den Finger in die Wunde, und das machen sie mit einem Gemälde von Giovanni Segantini aus dem Jahr 1891.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=2cU53wWb6UI

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