Neymar, die Scheichs und das Financial Fair Play

Jetzt friert die Hölle endgültig zu. Der brasilianische Fußballer Neymar da Silva Santos Júnior wechselt für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro den Club. Er spielte in seiner Jugend 10 Jahre lang für den FC Santos und dann 4 Jahre lang für den FC Barcelona. Nun kam es zu einem diskussionswürdigen Wechsel zum Scheich-Club Paris Saint-Germain Football Club. Und darüber möchte ich gern schreiben.

Neymar, der Super-Kicker

Neymar gilt als phänomenaler Ausnahme-Spieler. Links vorn als Flügelspieler, so wurde er zur Legende. Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten in Sachen Dribbling und Spielaufbau. Aus diesem Grund wird über ihn gesagt, dass er ein perfekter brasilianischer Fußballer sei. Also wenn er Lust hat. Denn ich habe auch einige Spiele mit ihm gesehen, denen man ansah, dass er lieber in der Sonne liegen wollte.

Für offiziell 57 Millionen Euro kaufte sich der FC Barcelona diesen Spieler. Später wurden dann gar 86 Millionen bekannt, aber auch nur, weil gegen die Katalanen wegen finanziellem Harakiri ermittelt wurde. Und nun kam der Wechsel zum französischen Hauptstadtclub zustande, und die Ablösegebühr bezahlte Neymar selbst. Und darüber gibt es Diskussionsbedarf.

Der Club der Scheichs

Paris Saint-Germain befindet sich in den Händen von Katar. Präsident Nasser Al-Khelaifi ist auch Chef von QSI (Qatar Sports Investment), der beIN Media Group (Al Jazeera), des katarischen Tennisverbandes und Vizepräsident der Asian Tennis Federation und nebenbei Minister ohne Amt in Katar. Die QSI besitzt große Teile von Paris Saint-Germain, für den die teuersten Spieler der Welt auflaufen.

Es gibt um den Club immer wieder Spekulationen. So wird immer wieder darüber spekuliert, dass PSG mit QSI das Financial Fairplay kreativ umgehen würde. Das Sponsoring sei unverhältnismäßig, und man würde sich in Paris die Stars zusammen kaufen. Dennoch hatte es in der vergangenen Saison nicht zum Meistertitel gereicht, man lag 8 Punkte hinter dem AS Monaco. Und hier hatte man gehandelt.

Diskussionsbedarf

Wie es in Spanien üblich ist, muss der wechselnde Spieler die Ablösesumme selbst bei der Liga hinterlegen. Die La Liga verweigerte dies allerdings. Und so tanzten die Anwälte des Brasilianers direkt beim FC Barcelona an. Der katalanische Rekordclub will nun die Details durch die UEFA überprüfen lassen. Und Liverpools Trainer Klopp kritisiert, dass Financial Fair Play nun nur noch ein Vorschlag sein würde.

Das ist schon alles sehr seltsam abgelaufen bei dem Neymar-Wechsel. Und was PSG da treibt, ist wirklich nicht gut zu heißen. Hierzulande regt man sich über eine zu große Macht von Red Bull bei RB Leipzig oder von Klaus-Michael Kühne beim HSV auf. Aber was QSI / Katar in Frankreich treibt, ist eine ganz andere Dimension. Ich kann mir hier vorstellen, dass hier irgendwann die Reißleine gezogen werden muss. Ich hoffe es zumindest.

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.