Politik-Theater: Wer mag sich das noch antun?

Ich kann das Politik-Theater einfach nicht mehr ertragen. Was treiben die da überhaupt? Ich schreibe ja schon lange nicht mehr richtig darüber. Aber sowas? Ich meine, was haben diese Politik-Darsteller davon, sich vor aller Welt zum Clown zu machen? Und nein, ich meine damit eher weniger die Bundeskanzlerin, denn die ist doch irgendwie das ärmste Würstchen im Politik-Theater. Es sind andere Menschen im politischen Lustspiel, über die wir mal reden müssen. Nicht lang, denn das Ganze nervt mich sehr stark.

Unwürdiges Politik-Theater

Es geht seit langem nur noch um Posten-Geschacher und Selbstdarsteller. Und wenn dann mal aufflammt, dass jemand etwas gar nicht so dämliches von sich gegeben hatte, dann reißt dieser jemand das gleich wieder mit dem Hintern ein. Wir sollten uns vielleicht nur noch über’s Wetter oder die laufende Lieblingsserie oder so etwas unterhalten. Jedenfalls sollten wir vielleicht das ganze Politik-Theater nicht mehr so ernst nehmen. Das ist alles so unwürdig. Und wer da auch immer irgendwas tut, ist eigentlich nicht dazu in der Lage, eine echte Politik zu machen.

Sie denken vielleicht, dass das viel zu schwarz gemalt ist. Aber was würden Sie denn denken, wenn ein hoher Beamter im Amt gehalten wird, egal welche Fehler passiert sind? Was würden Sie denken, wenn eine britische Spitzenpolitikerin lieber tänzelnd durch die Gegend eiert, als dass sie den größten Veränderungsprozess ihres Landes voran treibt? Wie würden Sie reagieren, wenn der Ministerpräsident Ihres Bundeslandes lieber einen auf Star Wars macht, anstatt sein politisch auseinander fallendes Bundesland zu einen? Wie reagieren Sie, wenn Ihr Ministerpräsident viel zu lang die Probleme der Bevölkerung ignoriert?

Dieses Politik-Theater ist es einfach nicht wert, dass man sich damit befasst. Sollen die doch ihren Mummenschanz weitermachen. Es ist ja auch eine schlimme Erkenntnis, dass außer diesen Theater-Spielern und einer komplett allein gelassenen Kanzlerin niemand da ist, der die deutsche und europäische Politik wieder auf seriöse Füße stellt. Deshalb machen diese Menschen doch, was sie wollen. Sie wissen einfach, dass es keine Konsequenzen haben wird.

Worüber unterhalten wir uns denn dann?

Seit einigen Jahren philosophiere ich darüber, dass jede Geschichte erzählt gehört. Es gibt so viel zu erzählen. Von Dingen, die wirklich wichtig sind. Dinge, in die Menschen echtes Herzblut stecken. Das sind doch Themen, die viel reeller sind. Politik ist doch eh meistens abstrakt. Wer kann den Kram denn noch wirklich greifen? Da sind keine gelernten Mittelschicht-Bürger mehr dabei, nur noch Advokaten und Lobbyisten. Die sollen ihren Quatsch allein machen.

Aber können wir ihnen ihr Politik-Theater durchgehen lassen? Eigentlich nicht. Wir müssen doch vor allem als Blogger zeigen, dass diese Gesellschaft nicht so doof ist, wie es uns die Schauspieler weismachen wollen. Zeigen wir doch einfach als Blogger, wo in der Gesellschaft die Säge klemmt. Ist die Masse laut genug, wird sie auch von den Politik-Darstellern gehört. Das klappt ja auch bei den Linksradikalen und Rechtsradikalen. Wir brauchen einen Aufstand der Anständigen.

Ich denke, durch dieses jämmerliche Politik-Theater werden nur die Ränder gestärkt, vor allem der rechte Rand. Ein bisschen mehr Wahrhaftigkeit dürfte es schon sein, was diese sogenannten Politiker so abgeben. Dann wäre vielleicht noch etwas zu ändern. Aber die ganzen Hanseln, die da irgendwas darstellen wollen, haben doch gar kein Interesse mehr daran. Und deshalb werbe ich dafür, die kleinen Geschichten zu erzählen. Geben wir der Bagage – egal aus welcher Partei – einfach in den Blogs keine Bühne mehr.

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