Wegbefördert: Wollt ihr uns mit Maaßen veralbern?

Hans-Georg Maaßen ist nicht mehr Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Er wurde hochdotiert wegbefördert. Eine Belobigung für Fehlleistungen. Großartige Idee! Das müsste mir mal passieren. Ganz ehrlich, liebe Bundesregierung: Wollt ihr uns veralbern? Denkt ihr wirklich, wir sind komplett bekloppt? Sorry, aber ich habe da ziemliche Wut im Bauch.

Hans-Georg Maaßen wurde wegbefördert

Wenn ich mir überlege, wie der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil gestern rumeierte, als er in den Nachrichten gefragt wurde, wieso Maaßen wegbefördert und nicht entlassen wurde, werde ich richtig sauer. Sagte der doch glatt so etwas wie: Na, Hauptsache ist doch, dass Maaßen nicht mehr dem Bundesverfassungsschutz vorsteht, der Rest ist uns scheißegal. Gut, eleganter drückte er sich schon aus, aber der Inhalt war der gleiche.

Was war den passiert? Maaßen ließ damals den Nationalsozialistischen Untergrund das tun, was sie taten. Also er hatte sie nicht angestiftet. Aber sein Laden ließ den NSU gewähren. Maaßen lieferte zudem Falschinformationen zu rechtsradikalen Ausschreitungen. Und er belieferte die blauen Rechtsaußen mit Berichten vor deren Veröffentlichung. Jeder andere Mensch wäre für solche kritischen Fehlleistungen rausgeflogen. Maaßen nicht.

Der alte Mann im Heimatmuseum Bundesinnenministerium holt den Gladbacher nun zu sich auf den Schoß. Maaßen bekommt das Ganze auch noch vergoldet. Denn er bekommt nun glücklicherweise eine höhere Vergütung. Von um die 11000 Euro im Monat steigt sein Sold auf um die 14000 Euro. Für eklatante Fehlleistungen und unerlaubte Handlungen? Tolle Sache, das muss ich auch mal machen.

Angela Merkel ist nicht mehr die Chefin

Dass Hans-Georg Maaßen nun trotz seiner enormen Fehler die Karriereleiter hinauf gefallen ist und bei Horst Seehofer auf dem Schoß landet, zeigt doch eigentlich, wer der Chef im Ring ist. Der hat gezeigt, wer das Sagen hat. Und Angela Merkel ist es nicht. Und die SPD macht das Theater mit. In der Regierung erzählt man dazu, dass man quasi auf Torpedos vor der Landtagswahl in Bayern verzichten wollte.

Aber was ist das denn für eine Art und Weise? Da werden Kassiererinnen wegen einem Zwei-Heller-Fuffzig-Pfandbon rausgeschmissen, und woanders haben schlimme Verfehlungen gar keine Konsequenzen. Und die so genannten Politiker wundern sich weiter, wieso die politischen Ränder in den Farben Blau und Rot (vor allem Blau) so einen Zulauf haben? Wann hört man denn auf, das Volk zum Narren zu halten?

Den Bürgern sagt diese Scharade eigentlich nur: Hockt man mit der Regierung an einem Tisch, kann man sich ohne Konsequenzen alles erlauben. Das sorgt für einen weiteren Rechtsruck der Gesellschaft. Und irgendwie sind wir bei einer Neuauflage der Weimarer Republik. Wenn die Kanzlerin nicht aufpasst, endet sie auf dem politischen Abstellgleis und muss für alles die Zeche zahlen. Ob das so gewollt ist? Ich bin mir nicht sicher.

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2 Kommentare

  1. Hatte irgendwer was anderes erwartet? Ich glaube nicht das irgendjemand einen Mann der jedes noch so kleine Geheimnis von jedem Politiker in Deutschland kennt von irgendeinem Politiker irgendetwas zu befürchten hat. Ich meine er war ja der Chef von Geheimdienst und hat bestimmt seine Hausaufgaben gemacht. Es war die logischste Variante das die Sache genauso ausgeht.

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