Mastodon: Ein Elefant statt Twitter?

Mastodon: Ein Elefant statt Twitter?

Mastodon: Ein Elefant statt Twitter?

Der Uhle muss auch jeden Quatsch mitmachen. Nun also Mastodon, nachdem sich Elon Musk die Plattform Twitter einverleibt. Ist das wirklich so eine gute Idee? Wo soll das denn noch hinführen? Ich bin froh, dass ich mich fast zu 100% von Facebook abgenabelt habe, weil ich für diesen Quatsch einfach keine Zeit und keine Nerven habe. Und nun helfe ich mir etwas neues über? Ich bin ehrlich gesagt ziemlich unschlüssig. Aber unterhalten wir uns einfach mal über den Urzeit-Elefanten, der zum Microblogging-Dienst wurde.

Was zum Geier ist denn jetzt bitte Mastodon?

Ein Mastodon?
Ein Mastodon?

Nein, wir unterhalten uns nicht über die Urzeit-Viecher. Es geht nicht um die längst ausgestorbene Überfamilie, wo auch Mammuts mit hinein gehören. Es geht um den Microblogging-Dienst, den der Thüringer Programmierer Eugen Rochko entwickelt hat. Im Gegensatz zu all den Facebooks, Twitters, LinkedIns und was es sonst so gibt handelt es sich bei Mastodon um einen dezentralen Dienst. Übertrieben gesagt, können wir behaupten: Jeder, der will, kann eine Mastodon-Instanz laufen haben.

Die ganzen Instanzen sind Teil des so genannten Fediverse, eine Ansammlung von unabhängigen Netzwerken. All diese Dinge könnt ihr nachlesen. Die Wikipedia hat da was für euch. Und Mastodon hat einen wahren Boom erfahren. Oben klang es bereits an: Tesla-SpaceX-Vorturner Elon Musk hat sich vorgenommen, Twitter zu kaufen. Der Vorstand von Twitter findet das wohl ziemlich geil. Und deshalb suchen viele das Weite und landen auf einer der vielen Mastodon-Instanzen.

Was halte ich davon?

Erinnert ihr euch noch an meinen Ausflug zu MeWe? Ich fand das ja nur so halb geil. Inzwischen bin ich seit langem wieder von dort entschwunden. Oder wie war das bei mir mit Reddit? Es hat mich einfach nicht gepackt. Und nun treibe ich mich auf Mastodon herum. Hier gäbe es mein Profil. Ich habe ehrlich gesagt noch nicht verstanden, wie das Alles funktioniert. Aber das ist ja auch nicht schlimm. Man kann sich ja anschicken, neues Zeug zu lernen.

Ich bin unschlüssig. Eigentlich bin ich nicht für Übersprungshandlungen bekannt. Dass ich nun gleich Twitter sein lasse und mein Heil beim Mammut oder Elefanten suche, sehe ich noch nicht. Aber das kann sich ja ändern. Wer weiß, vielleicht ist so eine dezentrale Plattform ganz gut dafür geeignet, sein ganzes Tun in Social Media mal zu überdenken. Und wenn es nur das ist, wäre Mastodon eine Wohltat für die Menschheit. Allerdings vermute ich, dass es anders kommen wird.

In diesem Laden – so erzählt man sich – wird Respekt groß geschrieben. Man will vieles anders machen, als es auf den großen Plattformen gemacht wird. Vieles will man auch gar nicht erst sprießen lassen. So hofft man, dass man dem Thema Hate Speech aus dem Weg gehen kann. Man will vermeiden, dass Hass und Hetze das Zepter übernehmen. Und nebenbei will man Milliardär Musk eins auswischen – oder so. Halt eine Insel der Glückseligkeit. Schauen wir mal, ob das so klappt.

Mastodon existiert seit Oktober 2016. Zu Beginn der Pandemie stiegen die Nutzerzahlen dann schon mal steil an. Aber erst seit ein paar Tagen ist ein echter Boom der Plattform zu sehen. Und schon gehen die Instanzen in die Knie. Das muss auf jeden Fall besser werden, will man sich gegenüber Facebook und Twitter behaupten. Aber vielleicht will man das ja auch gar nicht. Das habe ich noch nicht herausbekommen. Momentan ist das Alles eine große Hab-mich-lieb-Party. Mal gucken, wie das weitergeht.

Was meinen denn andere?

Ich gebe Mastodon auf jeden Fall mal eine Chance. Ob ich komplett umziehe oder so, kann ich noch nicht sagen. Denn grundsätzlich will ich ja nicht mehr Unmengen an Zeit auf irgendeiner Plattform versenken. Aber es ist an der Zeit, dass man sich ernsthaft Gedanken über Alternativen macht. Hier hat der Mike Kuketz einiges dazu aufgeschrieben. Man kann es sich also mal antun. Zu den Hintergründen hat auch Günter Born etwas erzählt. Und sonst so?

Vor längerer Zeit gab es auch diesen Erklär-Artikel. Und es gibt – soweit ich das gesehen habe – eine helfende Community. All das macht den Umgang sehr angenehm. Aber es gibt viele, die eben auch vermuten, dass das Alles nur ein zeitweiser Hype ist. Wer weiß, wie sich das Ganze weiter entwickelt. Ich bin jedenfalls gespannt. Jetzt muss ich erstmal den Artikel hier bei Mastodon „tröten“. Also verteilen. Tuuut!

1 Kommentar zu „Mastodon: Ein Elefant statt Twitter?“

  1. Mal abgesehen davon, dass mir das Wort Mastodon schon vom Klang her nicht gefällt, werde ich mir keine weitere Social-Media-Plattform aufhalsen. Ich habe mit den bestehenden schon genug zu tun, sowohl den privaten als auch den dienstlichen, die ich auch noch bespielen muss. Deshalb habe ich auch meinen privaten Instagram-Account wieder gelöscht. Das wird meinem Kopf alles zu viel. Was läuft, etwa Twitter, kann bleiben, und wenn es mir mal nicht mehr gefällt, geht es den Weg des Instagram-Accounts.

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