Titel hier eingeben: Fang mal an zu bloggen

Titel hier eingeben: Fang mal an zu bloggen

Titel hier eingeben: Fang mal an zu bloggen

Ach, ist das schwer, immer wieder neue Artikelideen zu haben. Da sitzt du am Computer, und dich grinst etwas an: „Titel hier eingeben“. Aber welchen denn gleich? Mir ist irgendwie die Leichtigkeit beim Bloggen abhanden gekommen. Wie das kam, kann ich nicht mal sagen. Nun habe ich mich mehr oder weniger aufgemacht, um einfach ein paar Gedanken zu wälzen. Das ist doch unterm Strich auch Bloggen. Es muss nicht immer der „Pillar Content“ oder die „1A-mit-Sternchen-Lösung“ sein. Und da ich nichts verkaufe, ist es nicht schlimm, „off-topic“ zu sein.

Gibt es nur noch schwierige Themen?

Ich habe irgendwie vor lauter anderen Dingen – unter anderem auch das, was man landläufig „Arbeit“ nennt – völlig meinen Rundblick durch die Welt der Blogs vergessen. Leute, ich habe mir den Feed Reader vollgeladen und lese den nicht leer. Wie komme ich denn dazu? Vielleicht liegt es daran, dass ich momentan nur schwierig Informationen neben meinem Job und den alltäglichen Horrormeldungen verarbeiten kann. Abends ist dann meistens auch nur seichtes Zeug im Fernsehen drin.

Das war mal anders. Ich weiß noch, wie ich mich zu den syrischen Flüchtlingen geäußert habe. Ja, ich weiß, man soll nun das Wort „Flüchtende“ benutzen, aber damit tue ich mich schwer. Verzeiht mir das einfach. Oder der ganze NSU-Komplex. Da war Leidenschaft und alles dabei. Oder nehmen wir die Nachhaltigkeit. Aber irgendwie fliegen solche Themen an mir vorbei. Es gäbe ja Themen genug. Nehmen wir Corona, nehmen wir Putin oder, oder, oder.

Ich nehme das wahr und bilde mir zu dem Zeitpunkt auch eine Meinung. Aber das ist alles viel zu viel, um es sinnvoll in Worte fassen zu können, damit daraus ein Blogartikel entsteht. Und so grinst mich „Titel hier eingeben“ schamlos an. Oftmals lasse ich es dann doch bleiben. Mögen sich andere die Köpfe zerbrechen. Mir soll’s recht sein. Ich habe einfach keine Kraft dafür. Und ehrlich gesagt, bin ich derzeit auch nicht aufmerksam genug. Denn beruflich und privat habe ich auch so Themen.

Nein, nicht wie letztes Jahr, das ich mit einem Schwall Tränen weggespült hatte. Aber es kommen langsam wieder unfassbar spannende Zeiten auf mich zu. Und privat holen wir uns unser früheres Leben wieder zurück. Das ging nämlich durch das letzte Jahr verloren. Und deshalb nimmst du Nachrichten wahr und fragst dich, ob es nur noch schwierige Themen gibt. Das „Titel hier eingeben“ im Blog klickst du weg und widmest dich dann der Zerstreuung.

Train of Thought – neue Gedankengänge

Train of Thought, drüben bei SoundCloud

Das Stück „Train of Thought“ fiel mir irgendwann in letzter Zeit ein. Es ist eigentlich eine simple Melodie, deren Akkord-Begleitung im dritten Akkord nicht in die Tonart gehört. Aber dieser dritte Akkord gibt dem ganzen Stück eine unfassbare Stärke. Ich wollte das Lied so machen. F-Dur, C-Dur, D#-Dur, B-Dur. Es sollte genau so werden. Und plötzlich war es da. Mir kam dabei der Gedanke:

Wenn du darüber nachdenkst, wohin dein nächster Schritt dich führen wird, ist es meist schon zu spät.
Sei der Zeit einen Schritt voraus! Sei mit deinen Gedanken vorbereitet.

Begleittext auf SoundCloud

Ja, klingt schwachsinnig wie ein Eintrag ins Poesie-Album. Aber das war genau das, was mir in den Sinn kam. Wieso, weshalb, warum? Das kann ich euch nicht sagen. Aber es wirkt für mich so, als würde das für mich so passen. Und so stelle ich mir das auch beim Bloggen wieder vor. Nicht so ein blödes „Titel hier eingeben“. Bei „Train of Thought“ habe ich einfach vor mich hin geklimpert und habe mal abgewartet, wohin mich das führt.

Titel hier eingeben – oder einfach bloggen?

Da ist es wieder: Ein leerer Block hier im Editor. Ich glaube noch nicht daran, dass ich sowas wie eine Schreibblockade habe. Denn ich veröffentliche ja Artikel. Aber es bereitet mir im Moment nicht so die große Freude wie sonst. Vielleicht liegt es daran, dass man unsicher ist, was die Zukunft bringt. Denn eines ist mal klar: Wie früher wird nicht mehr viel sein. Und das, liebe Leute, hat ein paar handfeste Gründe.

Wir wissen doch alle nicht, wie lang wir das Theater von „Alles auf“ und „Alles zu“ noch mitmachen. Und wenn das vorbei ist, wie machen wir dann mit der Welt weiter? Kommen wir noch zur Besinnung, was Umwelt und Gewalt und Hetze und all das betrifft? Das ist es, wieso ich unter „Titel hier eingeben“ nicht einfach locker, leicht und fröhlich irgendwas dahin bloggen kann. Aber auf Dauer Fachartikel? Das will ich eigentlich auch nicht.

Mir hat jetzt mal jemand gesagt, dass er jedes Mal darauf wartet, dass er was neues von mir zu lesen bekommt. Das ist schön. Aber es muss auch einen Inhalt haben, mit dem ich klarkomme. Das ist eben doch alles nicht so einfach. Aber ich stampfe deshalb hier nicht alles ein. Dafür ist mir mein Blog viel zu wichtig. Vielleicht sollte ich einfach mal einen feuchten Kehricht auf all das geben und mal wieder einfach anfangen, drauflos zu bloggen. Vielleicht wird das ja was. Was meint ihr?

2 Kommentare zu „Titel hier eingeben: Fang mal an zu bloggen“

  1. >>Und privat holen wir uns unser früheres Leben wieder zurück.<<

    Wenn das nicht zur Aufbruchsstimmung im Frühling passt, dass weiß ich auch nicht mehr. Über die Freude und Nervosität dabei, die Wünsche und Gefühle, darüber könntest du schreiben.

    Nicht ganz passend, aber doch grob in diese Richtung gehend, kommen wir in unserem Dunstkreis immer wieder auf das Thema "Kinder/Teenager in den geschlossenen Zeiten" zurück. Was die Jugendlichen in den letzte Jahren verpasst haben zu erleben, müssen wir "Alten" vorleben. Raus gehen, sich mit Menschen treffen (gemeinsam Musik hören und dazu tanzen). Ein Gefühl schaffen, dass es gut und richtig ist nah beieinander zu stehen. Auch in diesem Bereich Toleranz zu leben – eben auch hier das frührere Leben zurück holen :-).

  2. „ Vielleicht liegt es daran, dass man unsicher ist, was die Zukunft bringt. Denn eines ist mal klar: Wie früher wird nicht mehr viel sein.“

    Ja, so wird es nicht mehr werden… Es ist natürlich traurig, dass so vieles verloren gegangen ist.
    Aber gleichzeitig frage ich mich, ob es uns nicht auch total gut tut, aus dieser -naiven- Sorglosigkeit herausgerüttelt zu werden? Dadurch Dinge (ua Frieden, gefüllte Supermarktregale, Treffen mit Freunden statt Lockdown) mehr zu schätzen wissen und Prioritäten zu überdenken – statt alles, wie bis vor ca 2 Jahren, eher als selbstverständlich zu nehmen. Niemand hätte sich gedacht, dass es bei uns anders werden könnte. In anderen Ländern vielleicht, aber doch nicht bei uns…
    Ich denke, dass diese Veränderungen auch ein Segen werden können bzw. sind! 🙂

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