26 Jahre „Dreaming“ von OMD

1988 war es, als für viele, viele Jahre die damalige Formation McCluskey, Humphreys, Cooper, Holmes als OMD in Erscheinung trat. Es gab eine letzte Single vor der zeitweisen Auflösung einer der besten Bands Großbritanniens. Und diese Single war „Dreaming“, die aus der „Best of OMD“ ausgekoppelt wurde.

Das Lied wurde als nahezu perfekter Pop-Song in den Himmel gehoben. Und in Zeiten des Disco Fox war es das auch. Aber es ist immernoch ein sehr starkes Lied. Und gestern wurde die Single 26 Jahre alt.

„Dreaming“ ist eins der Lieder von OMD, die von einer gescheiterten Beziehung erzählen. Sie macht ihn kaputt, seitdem er sie kennt. Er hätte es ja verstanden, wenn sie ein himmlisches Wesen gewesen wäre. So aber scheint es, dass er bei ihr nach etwas gesucht hat, das nicht gefunden werden kann.

Die beiden haben eine Menge Träume gehabt. Und nun sucht er nach einer Lösung, um diesen Wahn nach ihr los wird. Und sie nimmt ihn in ihre Arme, baut ihn auf und mordet damit mit ihrem Charme.

Er hat ja nur geträumt. Er hat nur versucht, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Er hat nur das Ziel verfolgt, dass sie ihn erkennt. Stattdessen ist sie aber abgehauen. Und dabei ist es nebensächlich, ob er will, dass das Ganze wieder von vorn beginnt.

„Dreaming“ ist dick und fett elektronisch instrumentiert. Breite Synthie-Teppiche und ein fetter Rhythmus bestimmen das Lied, und über allem dominiert die messerscharfe Stimme von Andy McCluskey. Im Gegensatz zu vielen anderen Single-Veröffentlichungen der Briten fehlen hier die sonst für die Band so typischen New Wave Elemente fast vollständig. Dafür glänzt das Lied durch die Gegensätze.

Die brillante Instrumentierung bildet einen sehr herben Kontrast zu dem ernüchterten Inhalt. So haben es OMD immer schon gehalten: Tralala-Hoppsasa-Musik und teils sehr ernste oder ernüchterte Texte. So ist das nun einmal bei ihnen. Und „Dreaming“ ist nach wie vor eine richtig gute Perle in der Historie von OMD.

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