29 Jahre „Ordinary Lives“ von den Bee Gees

Nein, man musste die „Quietschies“ – sorry, die Bee Gees – nicht immer Fall gut finden. Aber sie hatten ganze große Nummern, wie „Ordinary Lives“ von 1989. Vor allem, was den Hintergrund der kraftvollen Nummer betrifft, ist das schon beeindruckend, was die britisch-australischen Brüder da gemacht haben. Und darüber müssen wir uns einfach mal austauschen. Das Lied habe ich nämlich immer gemocht.

Ordinary People living ordinary Lives

Da wird es ein kleines Licht überall auf der Welt heute Nacht geben. Die Suche wird für den einen weitergehen. Es war Liebe ohne Namen. Und wir glühten in der Sonne. Da war dieser kleine Traum, unglaubliche Höhen und auch Tiefen. Was wir ein wenig wussten, war: Ein gewöhnliches Leben zu leben, machte für dich einen Traum wahr. Wir waren ganz normale Menschen und lebten ein ganz normales Leben.

Die Uhr an der Wand dreht sich immer weiter. Die Zeit steht aber still. Es ist egal, wie die Würfel fallen, jemand anderes ruft immer diese Nummer an.

Sag „Auf Wiedersehen“, du grausame Welt. Kein Mitleid, keine Schmerzen heute Nacht. Was auch immer es gekostet hatte, es ist alles verloren. Und wenn es Liebe ohne Namen ist, dann steht alles in den Sternen. Ob es falsch oder richtig ist, es gibt niemanden, dem man die Schuld geben kann, und keine Lügen. Was sonst können wir tun? Wir machten dir einen Traum wahr. Wir waren ganz normale Menschen und lebten ein ganz normales Leben.

Das philosophische Vermächtnis

Ja, sie waren gebürtige Briten. Der ältere Barry und die beiden Zwillinge Maurice und Robin wurden alle auf der Isle of Man geboren und wuchsen in Chorlton im Großraum Manchester auf. Dort kam auch Bruder Andy zur Welt. Und der starb bereits 1989. Als die Bee Gees begannen, am Album „One“ und speziell an „Ordinary Lives“ zu arbeiten, kam der Tod des jüngsten aus heiterem Himmel.

Von eben jenem Andy Gibb soll die Zeile „Ordinary people, living ordinary lives“ stammen, die Barry „gerappt“ hatte. Durch den Tod des Bruders zogen sich die Bee Gees für ein halbes Jahr zurück. Und dann beschlossen sie, „Ordinary Lives“ als das hinzustellen, was es dann geworden ist: Ein philosophischer Kommentar über Leben und Tod. Und dieses Lied wurde irgendwie zum Vermächtnis für die Bee Gees, nachdem Maurice und Robin Gibb mittlerweile auch gestorben sind.

Die kraftvolle Nummer klingt zum Teil wie der Welthit „You win again“. Und so könnte es auch wie eine Fortsetzung gelten, wenn da nicht der vollkommen andere und sehr ernste Inhalt wäre. Und mit all den Keyboard-Polstern wird der krachende Beat von Unterstützer Don Henley („Boys of Summer“ oder The Eagles) perfekt aufgefangen. Die Nummer ist irgendwie für die Ewigkeit. Das ist zumindest meine Meinung.

Das Lied

„Ordinary Lives“ wird als Pop hingestellt. Aber ich denke, das ganze Lied geht weit darüber hinaus. Jedenfalls hören wir hier mit erweitertem Datenschutzmodus eine der kraftvollsten Nummern der Achtziger. Und sie dürfte bei allerlei Menschen einen Kloß im Hals hinterlassen.

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