33 Jahre „Don’t stop the Dance“ von Bryan Ferry

73 Jahre ist er mittlerweile alt: New Wave und Sophisti-Popper Bryan Ferry aus Nordengland. Einer seiner größten Hits ist „Don’t stop the Dance“ von 1985. Seine Band Roxy Music funktionierte nur mit ihm. Und zwischendurch hatte er solche edlen Nummern wie das angesprochene Lied. Und darüber reden wir mal eben.

No, more Music! Don’t stop the Dance

Mama sagt, die Wahrheit ist alles, was zählt. Es ist eine Sünde zu lügen und zu täuschen. Ich treibe durch eine Welt, die zerrissen und zerfetzt ist. Jeder Gedanke, den ich habe, ist nichts. Hör nicht auf zu tanzen. Nein, mehr Musik. Hör nicht auf zu tanzen!

Mama sagt, dass Liebe alles ist, was zählt. Die Schönheit sollte tiefer sein, als deine Haut. Ich lebe für den Moment, für Lippen und Wimpern. Werde ich jemals wieder meinen Weg finden? 
Hör nicht auf zu tanzen. Nein, mehr Musik. Hör nicht auf zu tanzen!

Mama sagt: Nur stürmisches Wetter. Ich weiß nicht, warum es keine Sonne am Himmel gibt. Die Schritte im Dunkeln kommen zusammen. Ich muss weiterziehen, oder ich werde sterben. 
Hör nicht auf zu tanzen. Nein, mehr Musik. Hör nicht auf zu tanzen!

Ruhelos mitten im Lärm

1985 war eine lärmende Zeit. Einerseits kamen Bon Jovi, Accept und all die Hard Rock Granden um die Ecke, andererseits eben auch Disco-Pop wie Dead Or Alive. Zuvor hatten Roxy Music das Album „Avalon“ im Jahr 1982. Und Bryan Ferry hatte es geschafft, diese besondere Art des New Wave – den Sophisti-Pop – nach 1985 zu retten, und brachte das Album „Boys and Girls“.

„Don’t stop the Dance“ erzählt die Geschichte der inneren Unruhe. Zumindest verstehe ich das so. Mama hat viel erzählt. Die Liebe ist alles, was zählt. Aber er sucht lieber das Weite. Denn er will sich nicht verbiegen und niemandem einen vom Pferd erzählen. Und am Ende hört er nicht auf zu tanzen. Denn er ist ruhelos.

Oder so. „Don’t stop the Dance“ ist eine wunderbar elitäre Nummer, die nie ein Offenbarungseid wird. Bryan Ferry kehrt nie sein innerstes nach außen. Diese Distanziertheit machte auch Roxy Music so besonders. Und sie zerriss die Band auch 1983. Auch deshalb hörte Bryan Ferry nie auf zu tanzen.

Das Lied

„Don’t stop the Dance“ ist der zweitgrößte Hit von Bryan Ferry als Solist. Mich hatte das Lied schon als Teenager fasziniert. Wahrscheinlich auch, weil es nie ein Lied werden wollte, bei dem sich ein Sänger die Seele aus dem Leib jammert.

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