Längst vergessen: „I’m gonna get you…“ von SNAP!

Der Uhle doch wieder mit einem Musik-Artikel. Es geht um „I’m gonna get you (To Whom it may concern)“ des Eurodance-Projekts SNAP! von 1990. Wie komme ich dazu? Ganz einfach: Seit dem Ende meiner Schulzeit geistert mir dieses Lied im Kopf herum. Und trotz dem allgemeinen Gewusel rund um Urheberrecht möchte ich nun mal ein paar Takte zu dem ungewöhnlichen „I’m gonna get you (To Whom it may concern)“ aufschreiben.

Badadammda…

Ich erinnere mich an den Tag, als wir uns trafen. Es war irgendwie peinlich. Denn wir wussten nicht, was wir uns sagen sollten. Also haben wir nur gelächelt. Endlich hatte ich den Mut und kam auf dich zu, sagte all die falschen Dinge. Aber du wusstest, was ich wirklich meinte. Wir haben Telefonnummern ausgetauscht und stundenlang telefoniert. Es schienen Minuten zu sein. Aber wie sie sagen, die Zeit vergeht, wenn du Spaß hast. Aus Stunden wurden Tage, aus Tage Wochen. Und unsere Gefühle wurden stärker. Aber du hattest Angst vor deinen eigenen.

Du wolltest mehr Zeit. Ich habe sie dir gegeben. Es war gerade genug Zeit für dich, um zu entscheiden, dass du mit jemand anderes zusammen sein wolltest. Ich nahm es wie der Mann, der ich bin. Auch für dich lief es eine Weile gut. Aber dann begann er, dich zu verfolgen. Und wenn er es tat, hast du dich an meiner Schulter ausgeweint, weil es mich immernoch interessierte. Das Gras war auf meiner Seite immer grüner, aber du hast dich für das Unkraut entschieden. Einer deiner Freunde sagte mir, er hat dir wirklich weh getan. Ich habe dich abgeholt, nur damit du mich für den nächsten wieder fallen lässt.

Ja, die gleiche Geschichte, er hat dir auch nachgestellt. Ich habe es von einem Freund von mir gehört. Ja, obwohl ich weit weg bin, kümmere ich mich immernoch. Aber ich weiß nicht, wie lang das noch gehen wird. Manche Nacht liege ich wach und starre an die Decke und denke darüber nach, wie es hätte sein können, wie es hätte sein sollen. Sie sagen, nichts ist perfekt. Sie kennen meine Liebe zu dir nicht. Es scheint, als ob die Guten immer als letztes fertig werden. Nun, in diesem Fall macht es mir nichts aus, das Heck hochzuziehen.

Was bitte ist mit „I’m gonna get you“ gemeint?

„To Whom it may concern“ ist das deutsche „Ihr wisst schon wer“. Es geht um die heimliche Liebe, von der Turbo B. alias Durron Butler da erzählt. Es ist die unerfüllte, große Liebe, die nie erwidert wird. Ich glaube, viele Menschen kennen das Gefühl. Ich denke auch, dass es da manchen gibt, der sonstwas für eine tolle Beziehung oder Ehe hat, diese eine heimliche Liebe schwirrt immer mit.

„I’m gonna get you“ habe ich mal von einem früheren guten Freund mitbekommen. Ob es damals eine Bierlaune war oder nicht, kann ich nicht sagen. Jedenfalls musste der in eine junge Frau verliebt gewesen sein und hatte ihr erzählt: „Es gibt einen, der dich immer liebt“. Zusammen gekommen waren sie nie. Und soweit ich weiß, ist er überzeugter Junggeselle.

Das Lied „I’m gonna get you (To Whom it may concern)“ befindet sich auf dem Debüt-Album von „SNAP!“ namens „World Power“ an fünfter von 8 Stellen. Das Eurodance-Projekt leitete also die zweite Seite des Albums mit dieser ruhigen Nummer ein. Es soll auf „Fast Car“ von Tracy Chapman fußen. Davon hatte ich auch schon mal erzählt. Darüber hinaus gibt es aber recht wenig Informationen.

„I’m gonna get you (To Whom it may concern)“ ist eine Perle im Schaffen von SNAP! Turbo B. zeigt eben, dass er auch nur ein ganz normaler Mensch ist, der nicht nur aus cojones besteht. Ob er mittlerweile mit fast 52 Lenzen immernoch an diese eine Liebe denkt, ist nicht überliefert. Aber ich kann mir vorstellen, dass diese Nummer ein persönlicher Liebesbrief ist.

Das Lied

„I’m gonna get you (To Whom it may concern)“ war keine Single. Das wäre auch nicht in Ordnung gewesen. Wer hätte denn sowas schon gern im Radio gehört? Also gibt es auch kein offizielles Video. Aber SNAP! haben einen offiziellen YouTube-Kanal, auf dem sie dieses Schmuckstück von Musik hochgeladen haben. Und ich baue das mal mit erweitertem Datenschutzmodus ein.

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