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Wahlen - (C) blickpixel CC0 via Pixabay.de Wahlen - (C) blickpixel CC0 via Pixabay.de

Das war doch kein TV-Duell

Gestern gab es das TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Herausforderer Martin Schulz. Meine Fresse, war das langatmig. Was sollte das denn werden? Hat denn irgendwer gedacht, dass damit irgendeine Wahlentscheidung beeinflusst werden konnte? Das kann ja sein. Aber dann eben die der W√§hler, die eh weder die Union noch die SPD w√§hlen w√ľrden. Das eigentliche Ziel, die W√§hler in Richtung der beiden Volksparteien zu bewegen, d√ľrfte weitgehend verfehlt worden sein.

Wer stellt denn solche Fragen?

Sandra Maischberger, Maybrit Illner, Peter Kl√∂ppel und Claus Strunz luden gestern zum Duell. Aber was war das eigentlich? Vor allem die erste halbe Stunde konnte verunsichern. Denn da wurden Fragen gestellt, die gut und gern von der Alternative f√ľr Deutschland gestellt worden sein konnten. Wer kommt auf die Idee, solche Fragen zu stellen? Sandra Maischberger hatte danach bei Anne Will gemeint, dass sich die Journalisten sich die Fragen selbst ausgedacht h√§tten.

Da wurde √ľber Fl√ľchtlinge diskutiert, √ľber sonstwas. Aber wie es sich mit der Bildung verh√§lt, mit der Digitalisierung, mit all den wichtigen Themen, die die Leute zuk√ľnftig beherrschen, darauf gab es keine Antwort. Klar, es wurde ja auch nicht danach gefragt. Darum die Frage, wer denn solche Fragen stellt. Und aus der Reserve hat man auch niemanden gelockt. Am wenigsten Angela Merkel, an der die allermeisten Fragen abprallten.

Wo ist der Unterschied?

In den meisten Punkten waren sich die Рnun ja РKontrahenten einig. Die Unterschiede lagen im Marginalen. Und das ist einfach zu wenig. Angela Merkel war eher souverän und hat nur das gesagt, wonach sie gefragt wurde. Martin Schulz fand kein wirklich ernsthaftes Mittel, um die Tefal-Beschichtung der Kanzlerin zu beschädigen. Und so muss man fragen, warum ich der SPD eine Stimme abgeben soll, wenn ich doch weiß, was man von einer Kanzlerin Merkel erwarten kann.

Eine Wahl ist eine Entscheidung f√ľr die Zukunft. und also h√§tte ich mich gefreut, wenn Fragen zur Zukunft gestellt worden w√§ren. Dann h√§tte man sehen k√∂nnen, ob #fediwgugl oder #ZeitFuerGerechtigkeit das Land weiterbringen w√ľrde. So kann man eigentlich nur darauf hoffen, dass die kleineren Parteien bessere Argumente haben. Die beiden gro√üen Parteien liefern jedenfalls nicht gen√ľgend davon. Oder sehe ich das zu schwarz?

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker f√ľr System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe √ľber verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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