Die Welt ist verrückt geworden

Die Welt ist verrückt geworden

Die Welt ist verrückt geworden

Reden wir über den Zustand der Welt. Und wenn ich „die Welt“ schreibe, meine ich nicht die Tageszeitung. Naja: So verrückt, wie das alles ist, ist auch das drin. Aber ich meine wirklich den Planeten und uns putzige Gestalten, die wir darauf herum latschen. Was glauben wir eigentlich, was wir sind? Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich schon sagen, dass die intelligente Lebensform für diesen Planeten noch geschaffen werden muss. Vielleicht mit einem 3D-Drucker. Aber sehen wir es nicht so pessimistisch.

Alle verrückt? Was ist denn nur los?

In Norwegen ballert ein verrückt gewordener Däne mit Pfeil und Bogen Menschen um. In Großbritannien ersticht jemand einen britischen Politiker. Mitten im Wahlkampf zur letzten Bundestagswahl kommt irgendein blau lackierter Rassist auf die Idee, bei COVID-19 vom „Muselmann-Virus“ zu palavern. Echt, Freunde, sind denn nur alle verrückt geworden? Was ist denn nur los auf der Welt? Sind es die Treibhausgase, die globale Erwärmung, der Klimawandel, was das Alles verursacht?

Wohin man auch schaut, hinter irgendeiner Ecke kommt immer wieder noch ein Verrückter hervor. Dieser Tage wurde der Große Zapfenstreich für Soldaten im Afghanistan-Einsatz abgehalten. Könnt ihr euch vorstellen, dass irgendwer dann wieder behauptet hat, dass das Alles Nazi-Methoden wären und die Zeremonie völkisch sei und verboten gehört? Alter, was soll denn die Welt von uns denken, wenn wir uns so einen Quatsch um die Ohren hauen? Sind wir denn noch ganz dicht?

Daneben bekommen wir gar nicht mit, dass die Welt nun langsam aber sicher am Verbrennen ist. Wir brauchen keine Verbote von Verbrennungsmotoren mehr, die CO2-Belastung schafft der Planet schon selbst. Wer weiß, vielleicht will er uns ja auch langsam loswerden. Wie die AFD davon palavert, dass man seine Gegner doch so allmählich ausschwitzen sollte. Wer weiß, vielleicht kehrt wieder Vernunft ein, wenn der eigene Arsch brennt.

Ihr seht schon, wir brauchen keine Greta Thunberg, die mit „How Dare You?“ den Abriss der eigenen Zukunft beklagt. Wir brauchen auch keinen Jeremy Wade Delle, der sich vor seiner Klasse die Birne wegschießt, um zu ermitteln, dass die Welt verrückt geworden ist. Aber wie ist das denn gekommen? Ich habe keine Erklärung dafür. Und deshalb habe ich auch keine Lösung für das Problem. Ich weiß nur, dass es so nicht weitergehen kann. Oder doch? Nur halt mit einem irren Lachen?

Haben wir mal eine andere Menschheit für die Welt?

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Im Video seht ihr die Band „Heilung“, ein deutsch-dänisch-norwegisches Musikprojekt. Das Stück „Krigsgaldr“ ist so eine Art Heilung für die Welt. Denn der Text soll irgendwie so sein, dass die Frage gestellt wird, wer denn die ganzen Horden angeschleppt hat, die Angst und Schrecken verbreiten? Sie verstehen eh nur die Sprache des Schwertes.

Grundsätzlich ist es doch so, dass es die Welt so sieht: Alles hängt von allem ab. Geht es dem Planeten schlecht, geht es uns auch schlecht. Nachdem wir die Erde herunter gewirtschaftet haben, geht es uns halt auch mies, und wir sind herunter gekommen. Ich kann es mir nicht mehr anders erklären. Mit anderen Worten: Da ist irgendwas im Grundwasser. Halt so, wie Brooke Fraser 2010 sang: „There’s something in the water!“

Vielleicht braucht der Planet einfach eine andere Menschheit? Vielleicht irgendwelche Leute, die von außerhalb beobachtet haben, wie wir das Alles hier vergurkt haben? Ich bin mir nicht sicher. Aber vielleicht ist das ja eine Erklärung? Aber ich habe gar nicht so richtig die Zeit dafür, das Alles zu verfolgen. Denn wir richten derzeit unseren Geschäftsbereich komplett neu aus. Damit ich wieder davon erzählen kann – oder so. Also kann ich nur fragen, ob wir alle verrückt geworden sind.

Geht’s mal ein bisschen kleiner?

Unten seht ihr wie bei allen Artikeln das Bild für Pinterest. Darin ein Stück Foto. Kurz vor Weihnachten letzten Jahres fand ich einen Auszug aus der Hausordnung an der Wand neben unserer Wohnungstür. Den neuen Mitmietern über uns waren wir zu laut. Beim Fernsehen. Statt das mit mir zu besprechen, hängt der so einen Wisch hin. Gut, ich hab dann die halbe Wohnung umgebaut. Jetzt beschwert er sich nicht mehr. Dafür trampeln sie jetzt derart über uns, dass unsere Gläser im Schrank tanzen.

Soll ich da zum großen „Gegenangriff“ ausholen und dem einen solchen Wisch an die Tür nageln? Geht’s nicht ein bisschen kleiner? Ich hatte versucht, irgendwie den Kontakt zu suchen. Die Leute gehen einem ja auch noch aus dem Weg. Aber Zettel schmeißen. Ey, dafür habe ich einfach keinen Nerv. Wenn ich mal Zeit habe, lache ich ihn und seine Frau einfach mal aus. Aber ernsthaft: So einen Kindergarten mache ich einfach nicht mit.

So, wie man ehrlich gesagt nicht immer jeden Scheiß mitmachen und auf totale Konfrontation gehen muss. Ich frage deshalb nochmal: Was soll denn die Welt von uns pupsigen Insekten denken? Ich denke, wir würden viel für uns tun, wenn wir allem und jedem eine Chance geben würden. So aber sorgen wir für Artensterben. Hauptsache, wir haben Recht. Aber das kann es doch nicht sein, oder?

Die Welt ist verrückt geworden
Die Welt ist verrückt geworden

5 Kommentare zu „Die Welt ist verrückt geworden“

  1. Hi Henning und Martin,
    ich habe mich von der Menschheit schon Intelligenzmäßig und moralisch verabschiedet. So lange es immer nur im Geld, Geld, Geld geht, wird sich nichts ändern. Und solange es auch nur einen einzigen von der Industrie beauftragten „Experten“ im Kanzleramt gibt, der sagt, dass das mit der Erderwärmung ja nicht so schlimm ist, wie alle sagen, hat man doch eine passende Ausrede parat. Hinterher kann man doch immer sagen, dass man aufgrund der damaligen Erkenntnisse so gehandelt hat. Man wusste es halt nicht besser – Läuft doch immer so. Es wird beschissen, so lange es geht und man sich die Taschen vollstopfen kann – wenn’s auffällt streitet man alles ab und gibt scheibchenweise nur das zu, was schon wasserdicht ist. Esrst wenn die Kacke über einem zusammenschlägt, weil man es doch zu dolle getrieben hat, wird man wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen (das ist dann das Zeichen für die anderen, mal ne Millisekunde ihre krummen Geschäfte auszusetzen – jedenfalls solange die Lupe der Presse auf einen zeigt)
    Schlimm ist, dass es sich durch alle Parteien zieht. Zu glauben, dass „die grünen“ nur aus Altruismus handeln, weil sie das Wohl der Bürger und des Planeten wollen halte ich für utopisch. Wahrscheinlich sind deren „Experten“ von Offshore-Windkraft-Betreibern, die deren Entscheidungen mit Berater-Verträgen beeinflussen.
    Dazu kommt (ich muss fast leider sagen), dass der Klimawandel zu langsam kommt und irreparabel ist. Wir sind wie ein Hummer, den man in einen Topf mit kaltem Wasser legt und dann den Herd anmacht damit er schonend getötet wird und nichts davon mitbekommt.
    Na ja, ob ein Hummer wirklich nichts davon mitbekommt, lasse ich mal mit einem Fragezeichen stehen. Mit zusammengeschnürten Scheren ist ja auch schlecht Zeichen zu geben, dass das Badewasser jetzt warm genug ist und man das Gas ’ne Stufe runter drehen kann.
    Wir sind aber kein Hummer – unsere Scheren oder Hände sind nicht zusammen geklebt. Wir können auf uns aufmerksam machen UND MÜSSEN ES AUCH!
    Aber dann kommt das Phänomen Greta Thunberg, die als Kind das Problem erkannt hat und sich dafür einsetzt. Was passiert? Sie wird als dummes Gör abqualifiziert, die besser in die Schule gehen sollte, anstatt Freitags ein langes Wochenende rauszuschwänzen. Und ich schüttel dann nur den Kopf, weil ich soviel Dummheit und Ignoranz bei vernunftbegabten Menschen kaum für möglich halten kann – aber das Leben überrascht einen ja stets aufs neue..
    Auf den Hummer bezogen wäre das ungefähr als würde man einen Stock ins Wasser halten würden, an dem er hochklettern kann, aber er sich sagt: „Och nöö.. an so’nem dreckigen Stöckchen kletter ich doch nicht hoch – wer weiß, was ich mir da für Krankheiten einfang..“
    Sei nicht wie der Hummer…
    CU
    P.

  2. Beobachter am anderen Fenster

    Hallo,

    durch Zufall bin ich auf diesen Artikel gestoßen. Obwohl mir Umweltschutz auch wichtig ist, frage ich mich ironischerweise oft, ob denn Leute wie du einen an der Latte haben inzwischen.

    Ihr redet davon, wie furchtbar viel intelligenter ihr seid. Oft sind es meine Mitstudenten, meist jedoch die 19-jährige Lisa im NC-freien Soziologiestudium. Was dann bspw. passiert, macht mich sehr stutzig. Da ist in einem Französischbuch ein Absatz über Helden, und man soll einen der 4 gezeigten Personen erklären. Sprachübung. Aber die junge Frau rastet aus, weil Reibhold Messner dabei ist, posaunt durch den Raum in hochbösigster Weise, dass die modernen Helden anders seien, und zwar jung und weiblich und behindert (etc.).
    Ein anderes Mal läuft man durch die Stadt und inmitten der kaputten Straßen und desolaten Unigebäude prangt Che Guevara, Stalin usw. in Heldenpose. Hammern und Sicheln.
    Unsere Klimaschützer, wie Lisa Neubauer, sprechen kichernd darüber, dass es in Deutschland eine kleine Kulturrevolution gäbe, im eindeutigen Bezug auf Mao. Junge Studenten, die einen Klinikraum mit Porträts großer Erfinder betreten, zählen als erstes reflexartig, wie viele Frauen dort hängen, welche Hautfarbe sie haben. Ich kenne eine junge Grüne, die Geoökologie studiert. Sie wäscht sich nicht, hat angefangen sich mit ihrem Rasierer selbst zu verletzen und ich habe sie mehrmals in die Notaufnahme gefahren. Ein anderer Freund von mir, ist über die Veganerschiene auf Social media so extrem geworden, dass er eine Esstörung entwickelte und beim gemeinsamen Freundesessen unsere Gespräche übers Jagen so schlimm fand, dass er sagte, wir sollen nicht übers Morden reden beim Essen usw.

    Du sagst, die Leute sind verrückt geworden. Aber zumindest in meiner Generation muss ich an der Uni 80% der Zeit besser den Mund halten, um keine Probleme zu bekommen. Und ich bin einfach ein gemäßigter Typ, Familie ist mir wichtig (schon problematisch) und ich will zwar die Umwelt schützen, aber nicht um jeden Preis und ich sehe auch keinen Sinn dsrin, dass Klimaschutz zusammen mit Unterdrückung und extremer Überwachung der Mitmenschen einhergehen muss…

    Ich habe oft das Gefühl, diese Art, die da verbreitet wird, nämlich den Mensch als dumm, schädlich, ja gar Virus zu sehen, macht viele junge Menschen krank. Ich habe es oft selbst bei Freunden gesehen. Menschen sind manchmal dumm, manchmal klug. Sie sind aber definitiv zäh und haben einen Überlebenswillen tief einprogrammiert.

    Die Welt ist kein fühlendes Wesen. 99% ihrer Lebenszeit bis dato war sie ein unbewohnter Lavaball im Nichts des Weltalls. Wir sollten also die Menschen nicht aus den Uagen verlieren, wenn wir die ganze Welt (mal wieder) von Deutschland aus retten wollen.

    Ich persönlich frage mich oft, wieso die Leute sp furchtbar unentspannt sind. Jeder hat Angst, sich gegen den „richtigen Kurs“ zu stellen. Weniger Selbsthass wäre schön.

    1. Schade, gern hätte ich mich ausgetauscht. Aber bei jemandem, der „Beobachter am anderen Fenster“ sein will und eine Wegwerf-Mailadresse verwendet, ist das leider vergebene Liebesmüh.

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