Insektenwelt und Wasser: Mehr als Leben

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Die Insektenwelt ist eine eigene Welt. Die kleinen Tiere bekommt man oftmals nicht mit. Gut, die Wespen auf dem Frühstücksbrötchen schon mal. Aber das kann ja nicht alles sein. Man denkt sich, dass in früheren Jahren deutlich mehr Insekten umher flogen oder krochen. Gerade rund ums Wasser hat es doch meiner Meinung nach ziemlich abgenommen.

Ist die Insektenwelt noch da?

Wie war denn das bei Ihnen in der Kindheit? Also ich hatte durchaus immer wieder mit der Insektenwelt zu tun. Gerade am Wasser wurde man mit ihr konfrontiert. Wenn Sie sich oben das Bild anschauen, dann sehen Sie den Zusammenfluss von Pleiße und Pleißemühlgraben im südlichen Teil im Leipziger Auwald. Dort trieb ich mich gern herum.

Wie das eben so am Wasser ist, ich hatte da mit Mücken zu tun, im Unterholz sponnen Spinnen ihr Netz, Fliegen summten umher und all das. Aber das war eben in meiner Kindheit. Als ich vor ein paar Jahren mal wieder dort war, war Spätsommer. Eigentlich die perfekte Zeit für all diese Tierchen. Aber nichts war damit.

Da fragt man sich schon, ob die Insektenwelt noch da ist. Wo ist sie denn hin? Ich meine, die Forstwirtschaft ist mir jetzt nicht bekannt, dass sie im Unterholz mit Pestiziden arbeitet. Aber es hatte schon gewaltig abgenommen, was sich da noch an Insekten bot. Und wir müssen uns halt vor Augen führen, dass Insekten von unschätzbarem Wert für das Leben auf der Erde sind.

Aber es gibt Lichtblicke

Ich freue mich immer wieder, wenn so etwas selbstverständliches wie die Insektenwelt am Wasser sichtbar ist. Kennen Sie noch die Wasserläufer? Diese kleinen, schnellen Insekten mit den langen Beinen, die scheinbar auf dem Wasser laufen können? Deshalb heißen die Tierchen ja so. Ich habe einen Artikel mitbekommen, in dem Fotos von ihnen zu sehen sind.

Ja, es ist das normalste von der Welt. Aber in der heutigen Zeit dann eben doch wieder etwas besonderes. Denn wir bewegen uns direkt in diese Richtung. Und wenn man durch die Landschaft fährt, muss man seit Jahren schon kaum noch die Windschutzscheibe putzen. Hierzu gibt es hier ein paar ernüchternde Gedanken.

Deshalb finde ich es gut, dass solche Dinge festgehalten werden, wie der Wasserläufer auf dem Gartenteich. Wer weiß, wie lange es diese Tierchen noch gibt. Und nach und nach wird die Insektenwelt immer kleiner. Das erlebt man immer wieder. Ob das Alles an Dingen wie Glyphosat liegt, weiß ich nicht, man kann es aber vermuten.

Insekten beobachten?

Ist es nicht irre? Wir wedeln uns die Bienen von der Erdbeertorte. Wir sprühen Pflanzenschutz in unsere Gärten und verscheuchen damit Insekten. Oder wir bauen Insektenfallen und all das. Und dann gehen wir hin und holen uns eine App, um die Insektenwelt besser kennenzulernen. Glauben Sie nicht?

Vom NABU gibt es eine App für Android und iOS, mit der man Insekten beobachten und erleben kann. Was ist das für ein Flattervieh in der Gardine? Es ist zwar gut und schön, dass es diese Dinge gibt. Aber wäre es nicht besser, wir würden schon seit der Schulzeit mehr über Insekten wissen? Dann müssten vielleicht nicht so viele bekämpft werden. Aber das ist nur ein Gedanke.

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