WordPress 5.9 Full-Site Editing - Oder lieber nicht? - Bild von Dok Sev auf Pixabay

WordPress 5.9 Full-Site Editing - Oder lieber nicht? - Bild von Dok Sev auf Pixabay

WordPress 5.9 Full-Site Editing – Oder lieber nicht?

Dieser Tage kam nun WordPress 5.9 um die Ecke. Und die wesentliche Neuerung ist, dass es nun möglich ist, das ganze Layout der gesamten Webseite zu bearbeiten. Das mag gut sein. Sicherlich ist es so, dass man damit völlig individuelle Webseiten stricken kann. Die Frage ist doch dann am Ende: Will man das? OK, die ganzen Corporate Blogs von Unternehmen müssen natürlich das Corporate Design des Unternehmens widerspiegeln. Aber ich glaube, da ging bisher auch schon einiges. Also: Was soll das?

WordPress 5.9 installiert

Ich bin ja immer ein großer Freund davon, die verwendete Software so aktuell wie möglich zu halten. Wie oft kam es in der Vergangenheit vor, dass irgendwelche Ausfälle oder Störungen aufgetreten sind, weil irgendeine Software nicht auf dem aktuellen Stand war! So ist das auch bei WordPress 5.9. Ich habe keinen Schimmer, ob ich jemals das Full-Site Editing verwenden werde. Und was sonst so an Neuerungen bekannt gegeben wurde, tangiert mich auch eher nur am Rande.

Aber dennoch habe ich WordPress 5.9 installiert. Ich werde jetzt aber ganz sicher nicht damit anfangen, ohne genaue Vorbereitung hier alles über den Haufen zu werfen. Ich nutze nach wie vor das Astra Theme. Das ist leichtfüßig wie eine Grille und kommt für mich ohne den ganzen Schnickschnack aus, den so viele andere Themes mitschleppen. Und wenn ich noch mehr Funktionalitäten im Rahmen von Full-Site Editing will, installiere ich mir das Plugin dafür.

Twenty Twenty-Two

Meine Güte, was soll das? WordPress 5.9 bringt wie gewohnt ein eigenes Standard-Theme mit. OK, das wollte ich mir natürlich anschauen. So in der Vorschau im Customizer. DAS KANNST DU NICHT? Ich kann das Theme nur aktivieren und dann daran herum basteln? Leute, das muss ich erstmal in meinen Schädel gehämmert bekommen. Das Ding muss doch irgendein grundlegendes Aussehen haben, oder?

Jetzt stelle ich mir das so vor, dass meine Besucher ganz komisch geguckt hätten, wenn sie meinen Blog aufgerufen hätten und der wäre leer gewesen. Denn genau das sehe ich als Gefahr. Ich meine, ich habe keinen Beweis dafür. Aber mir ist das irgendwie zu heiß. Langjährige Blog-Verfolgende hier auf der Seite wissen, dass ich in der Vergangenheit immer mal Probleme hatte und deshalb nicht wirklich ein Risiko eingehen will.

Ich muss doch das Theme testen können. Oder wie soll das künftig gehen? Habe ich eine leere Ansicht, bis ich irgendwelche Blöcke dort platziere? Der Boris war mutig und hat umgestellt. Ob ich das machen würde, nur um die Vorzüge von WordPress 5.9 „noch mehr genießen zu können“, weiß ich nicht. Ich bin da eher skeptisch. Mein Blog funktioniert im Großen und Ganzen so, wie ich es mir vorstelle. Da muss ich jetzt keine großen Turnübungen durchziehen. Oder sehe ich das falsch?

Skepsis ist vorhanden

Jetzt kann man natürlich schnell mal sagen: Jetzt hab dich mal nicht so! Aber ich bin da ja nicht allein. Hier ein Horst und da ein Horst zeugen davon, dass nicht alle diesen ganzen Spuk mitmachen. Ich würde es ja wenigstens mal ausprobieren wollen. Aber ich will am Ende nur meinen gequirlten Unfug in dieses so genannte Internetz werfen. Ich habe schlichtweg weder die Ressourcen noch die Zeit für eine Staging-Umgebung.

Ja, ihr mögt vielleicht denken: Na, jetzt übertreibt er aber ziemlich. Es ist aber tatsächlich so. Was meint ihr, wieso ich hier viel seltener irgendwas blogge als früher? Wieso habe ich meine Social Media Aktivitäten heruntergefahren? Ich kann mich damit einfach zeitlich nicht beschäftigen. Bei mir muss das einfach mal funktionieren, Ende der Geschichte. Und so ganz nebenbei: Ich muss nicht jeden Quark mitmachen.

Am Ende ist es ja so, dass ich seit irgendwann vor Corona das Thema Full-Site Editing bei WordPress mal gehört habe. Jetzt ist mit WordPress 5.9 der erste Versuch unternommen worden, das Ganze im Kern des CMS zu verankern. Wenn das mal aus den Kinderschuhen raus ist, können wir uns gern mal darüber unterhalten. Aber dann muss es eben auch gleich funktionieren. Und wenn nicht, muss ich vor der Aktivierung was probieren können. Alles andere taugt für mich nichts.

9 Kommentare zu „WordPress 5.9 Full-Site Editing – Oder lieber nicht?“

  1. Die ganze Zeit wollte ich beim Lesen rufen:

    „Staging!“

    Und dann hast Du einen Beitrag dazu verlinkt.

    Das dauert wirklich nur ein paar Minuten.
    – Plugin installieren
    – dort neue Umgebung anlegen (1 Klick)
    – kurz warten und dann aufrufen
    – dort Themen wechseln
    – begeistert oder enttäuscht sein

    😉

    1. Hi Thomas,

      da das immer so kompliziert klingt, denkt man, dass das ewig lang dauert. Ich schaue mir das mal an. Aber eine parallele Umgebung so wie früher mit XAMPP? Das kriege ich zeitlich einfach nicht hin.

  2. Hi Henning,
    Neee.. ich bin da auch nicht glücklich mit..
    Ich fand schon Gutenberg ziemlich Käse und komme immer noch nicht mit dem Editor klar und auch die BuddyPress-Widgets funzen nicht mehr seit 5.9 – bzw. werden gar nicht erst angezeigt. Ob das mit dem „Lazy Load“ Feature zusammenhängt (mein Theme hat eine eigene entsprechende Funktion und reagiert da allergisch drauf, deshalb hab ich das deaktiviert) oder eines meiner Plugins inkompatibel ist konnte ich noch nicht eruieren. In der google Konsole zeigt es keine Fehler.
    Dieses Full Size Editing macht meiner Meinung nach das schreiben in WordPress nur noch komplizierter – schon in Gutenberg war ich mehr damit beschäftigt irgendwelche Textblöcke zurecht zu fummeln, als kreativ zu schreiben. Einmal falsch geklickt und man war wieder ganz woanders..
    Das wird ja nun wohl noch bekloppter..
    CU
    P.

    1. Hi, naja, mit dem Gutenberg komme ich schon gut klar. Ich nutze ihn ja exzessiv. Aber das Full-Site Editing muss ich mir wirklich erstmal anschauen. Nicht dass ich mich verheddere. Dann wird man ja wirklich bekloppt.

      1. Na, Du bist ja auch noch jung und hast Spass dich in neue Technik reinzu“fuchsen“ – ich bin ja schon so ein Quoten-Opi, dem die Essensreste aus dem Bart krümeln und der geistig nicht mehr so viel auf die Reihe kriegt – Veränderungen sind Teufelswerk…😂

  3. Ja, ich meine, dass zu viele Möglichkeiten und Funktionalitäten das Ganze verwirren. Denke man mal an die Kunden, die ihre Seiten pflegen wollen, ihnen noch die Möglichkeit geben die Templates selber erstellen zu können führt zu einem Chaos. Wir sprechen da von Nicht-Profis, die zwar Office-Kenntnisse haben und sich sehr stark einarbeiten müssten. Ähnlich mit den Stylesheets, die man möglichst für den normalen User unantastbar macht, sonst wird nachher die Webseite zum Schriften- und Farbenchaos. Irgendwo seit Corona jagt ein Plugin Update ein Sicherheitsupdate nach dem anderen. Ob das alles noch so sinnvoll ist. Man hat das doch auch schon bei den großen Marken wie Adobe gesehen. Durch ständige Erneuerungen haben die User zwar neue Funktionalitäten, aber seien wir doch mal ehrlich – we nutzt den vollen Umfang von Photohop oder WordPress? WordPress sollte doch eine Anwendungssoftware für den Kunden bleiben und nicht wie Dreamweaver werden.

    1. So sehe ich das auch. Manches wird durch diesen Überfluss einfach nur noch unbedienbar für viele Anwender. Und das ist es doch: Anwender.

      Es ist doch keine Frage, dass enorm viel möglich ist. Die Frage ist, ob das jeder immer will und haben muss.

  4. War jetzt auch dabei eine Unternehmensseite mit 22 aufzubauen. Ich bin den Divi-Builder gewohnt und dort dann das anpassen mittels CSS. Ich hoffte, dass das mit dem 22er Theme ähnlich läuft, aber das ist bisher nicht so. Ich hatte Gutentor installiert und auch eine vernünftige Seite hinbekommen.
    Leider sind einige „Kleinigkeiten“, die ich etwas nervig finde. Eine echte Vollbreite Seite habe ich bspw. nicht hinbekommen, ebenso die Anpassung der Breakpoints für den Wechsel von Menu –> Hamburger. Das könnte man zwar mit Gutentor lösen indem man XY auf Tablets und Handys versteckt. Aber das sollte schon automatisch gescheit gehen. Mit den Templates komme ich überhaupt nicht zurecht. Ich hatte ein Template gebaut, was eigentlich das Design der Seite ist, aber der Inhalt ist jetzt auf jeder Seite und wenn ich den irgendwo ändere ist der bei allen anderen auch geändert. Super nervig weil ich einfach einen Nachmittag an der Startseite war und den Nachmittag drauf an der Produktseite mit gleichem Template. Ich war ziemlich sauer, als ich am nächsten Tag sah, dass die Startseite quasi weg war.
    Den Ansatz mit der theme.json finde ich richtig cool, leider kenne ich mich damit zu wenig aus. Ich hoffe, da kommt bald mal ein wenig mehr zum lernen oder ein verbesserter Customizer.
    Bevor ich mich da weiter verrenne werde ich wohl wieder Divi zurückkehren. Ist ja auch irgendwo eine Zeitfrage, 22 werde ich lieber bei Projekten nutzen, die ich im Normalfall rein mit HTML machen würde, der Kunde aber dennoch ein paar News oder Bilder selbst einbinden will.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top