Social Media hat mich genug genervt - Bild von PixArc auf Pixabay

Social Media hat mich genug genervt - Bild von PixArc auf Pixabay

Social Media hat mich genug genervt

Ich hatte dieser Tage schon mal davon erzählt: Ich ziehe mich erstmal von Social Media zurück. Und es mir herzlich egal, wie man das auf den Plattformen findet. Nun ist es soweit, dass ich erstmal eine Pause von unbestimmter Dauer von Facebook, LinkedIn, Pinterest und Co. mache. Ich werde vielleicht noch hier und da mal bei Twitter vorbeischauen. Aber ansonsten können mich die ganzen Plattformen mal gewaltig am Arsch lecken. Ich habe genug. Aber sowas von.

Social Media ist nicht wichtig

Was mache ich auf den Social Media Plattformen? Ich bin bei Facebook, Twitter, LinkedIn und Pinterest registriert. Ja, daneben bin ich auch für die, die meine Nummer kennen, über Messenger erreichbar. Aber bleiben wir mal bei den Plattformen. YouTube müssen wir ja auch dazu zählen. Also: Was genau treibt jemand wie ich auf diesen Plattformen? Ich habe mal in mich hinein gehorcht. Und dabei ist nicht viel gutes heraus gekommen.

Facebook ist mir schon lange suspekt. Der Algorithmus dort ist einfach nur kaputt. Und mit diesem ganzen Geschrei dort will ich einfach nichts mehr zu tun haben. Bei Twitter verfolge ich diverse Debatten. Aber ich bin es eigentlich leid, da genauer hinzuschauen. Denn oft genug sitzt man Irrtümern auf. LinkedIn dient eigentlich dem fachlichen Austausch. Tut es aber nicht, seitdem es „facebookisiert“ wurde. Tja, und Pinterest? Ohne Worte.

Nein, Leute, Social Media ist nicht wichtig. Das habe ich gemerkt, nachdem ich mich von Instagram zurückgezogen hatte. Habe ich was vermisst? Nein. So war das am Ende ja auch mit Xing. Nachdem ich mehr und mehr Facebook gemieden habe, ist es damit das Gleiche. Und LinkedIn stirbt aus genannten Gründen ebenfalls den Social Media Tod. Wie gesagt: Einzig Twitter dürfte eine Rolle spielen. Aber das muss ich erstmal für mich herausbekommen.

Mein Irrtum wird korrigiert

Ich habe mich im Sommer 2009 bei Twitter angemeldet, und im Januar 2010 folgte dann Facebook. Mein Blog aber ist älter. Irgendwer redete einem ein, dass man auf Social Media vertreten sein muss. Das sind die gleichen Möchtegern-Besserwisser, die einem sonstwas erzählen, was man mit seinem Blog machen soll. Alles Humbug, Freunde! Und dann hatte irgendwer erzählt, dass man bei Facebook Freundschaften pflegen könne. Nein, kann man nicht.

Und bei diesen Karriere-Netzwerken? Die nutzen mir gar nichts. Niente. Nada. Nothing. Beruflicher Fachaustausch? Vernetzung mit Experten? Erhalten von sinnvollen Fachinhalten? Alles quasi nicht existent. Dafür aber jede Menge „Humble and Honored“-Unfug. Darüber hinaus findet eine wahrhafte Facebookisierung statt. Nee, Leute, macht mal diesen Dreck ohne mich weiter. Ich habe besseres zu tun.

Irgendwann bin ich nämlich auf die Frage gestoßen, was mir Social Media gebracht hat. Die Antwort ist: Herzlich wenig. Und wenn wir die Zeitverschwendung noch rausrechnen, noch viel weniger. Und was meinen Blog betrifft, spielt Social Media auch nur eine untergeordnete Rolle. Es ist also ein Irrtum, wenn jemand glaubt, Social Media hülfe in irgendeiner Weise weiter. Ich habe es doch erlebt, dass genau das nicht passiert.

Der Jan hatte mal ein Experiment gemacht, ohne den Kram auszukommen. Am Ende gab es eigentlich nur Vorteile. Ich will aber erstmal schauen, ob das auch für mich gilt. Deshalb fahre ich heute überall meine Aktivitäten auf Null, jeder Account wird abgemeldet. Und dann schaue ich mal, wohin mich das führt. Ich tippe darauf: Zu einem besseren Leben.

Menschlich enttäuscht

Eins hat mich aber Social Media ganz hart gelehrt: Du merkst, wer nur labert. Ich bin von diversen, zum Teil sehr engen und guten Freunden enttäuscht. Von einigen Menschen muss ich mich absondern, weil ich an einem Punkt angekommen bin, an dem ich deren Einstellung einfach nicht mehr akzeptieren kann und will. Klar gibt es Menschen auf den Plattformen, mit denen man sich gern ausgetauscht hat. Aber die meisten davon wissen nun mal, wie sie mich anderweitig erreichen.

Ich will einfach keine Einträge mehr lesen, in denen Menschen irgendeinen Sachverhalt beurteilen wollen, den sie aufgrund fehlender Expertise gar nicht umreißen können. Und ich will mich mit ihnen nicht in endlosen Debatten verlieren. Ich will mich auch nicht weiter über den Unsinn wortlos aufregen, den sie da verzapfen. Es wird oftmals der Eindruck erweckt, als ob es ihnen eh niemand jemals recht machen könnte. Und darüber regen sie sich auf. Dann macht mal. Ich nicht mehr.

Dieses rechthaberische Getue ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Dazu der Fokus von Social Media, Instinkte der User zu triggern, um sie dann länger in ihren Fängen zu behalten. Die fehlende Sorgfalt, das unsichtbare Unrechtsbewusstsein und so weiter. Das kann man alles endlos fortsetzen. Und dann speziell die Menschen, von denen ich menschlich enttäuscht bin. Ich habe es satt.

Sagt mir nicht, dass ihr meinen Blog lest

Es gab mal eine Zeit, in der ich mich schon mal von Facebook zurückziehen wollte. Diverse Kontakte protestierten, weil sie ja meinem Blog sonst angeblich nicht mehr folgen könnten. Was ist seitdem passiert? Nicht eine einzige Plattform bringt mir nennenswerte Aufrufe über Social Media. Also erzählt mir nicht, dass ihr meinen Blog lest. Es stimmt einfach nicht. Und wer es doch tut, legt ihn sich vielleicht als Lesezeichen ab. Das macht ihr aber ohnehin nicht.

Ich hatte hier erzählt, wie ihr meinen Blog per RSS abonniert. Habt ihr es wenigstens mal versucht? Ich habe auch einen monatlichen Newsletter. Ist euch zu oldschool? Von mir aus. Dann lasst es bleiben. Lesezeichen, RSS, Newsletter reichen aus. Aber ihr glaubt nicht ernsthaft, dass ich wegen einer Hand voll Zugriffen mir diesen Quatsch auf Social Media weiter gebe. Schaut doch mal:

Besuche über Social Media spielen keine Rolle
Besuche über Social Media spielen keine Rolle

Am Ende ist es so: Ich habe mich da in einen Blödsinn reinquatschen lassen, und da muss ich wieder raus. Mir tut das seit langem nicht mehr gut. Social Media ist für mich einfach nur noch ein Moloch. Ich bin dann mal weg. Ich will meine Ruhe haben. Denn echt: Ich habe besseres zu tun. Und das nimmt mir niemand in Social Media ab. Ich melde mich dann mal ab.

17 Kommentare zu „Social Media hat mich genug genervt“

    1. Was ich vergaß :

      Ohne Ziel kann es nichts werden. Sonst bleibt immer das Gefühl, das es nichts bringt.

      Was ich gut finde :

      Das Du so transparent mit Deinen Gedanken umgehst.

      1. Mein Ziel ist: Ich will meine Zeit nicht mehr mit Social Media verschwenden. Im ersten Schritt finde ich raus, ob das so einfach geht. Und dann folgt ggf. im zweiten das Löschen von Accounts.

  1. Du hast recht. Soziale Netzwerke spielen auch bei meiner Website keine Rolle. Dehalb gibt es bei mir auch keine Buttons zu dem Thema. Einzige Netzwerke, die ich nutze sind Twitter und Instagram. Twitter dient nur als Infoquelle. Dort klicke ich auf keine Hashtags und lese keine Kommentare. Bei Instagram veröffentliche ich ab und an Fotos. Sonst nix.

  2. Für Personen, die ein Benutzerkonto haben. Wie schwer fällt es euch diese Konten zu löschen, wie real ist die Sorge, dass jemand mit „eurem Namen“ Schindluder betreibt?
    Besitzt man den Namen „Markus Wagner“, ist das etwaig nicht so wilde. Aber Namen „abseits des Mainstreams“, die doch im Netz vorhanden sind, welche Gedanken gehen da einem durch den Kopf?

    1. Guter Punkt. Mir fällt das nicht schwer, habe ich bei anderen Plattformen, bei denen ich keinen Mehrwert gesehen habe, bereits durchgeturnt. Zum Thema „nicht alltägliche Namen“ kann ich nicht allzu viel beitragen.

  3. Ich entschlacke aktuell aus diversen wirtschaftlichen Gründen Portale und „Pro“ Mitgliedschaften wo es seit Jahren keinen echten Mehrwert bringt. Bspw. XING Premium, Stayfriends „Gold“ und diverses Gedöns. Andere social media Platformen sind für mich als selbstständiger Grafikdesigner / Internetagentur eher Werbeplatform und natürlich auch Diskussionsaustausch. Bei den Diskussionen kann man über den Mehrwert bei bestimmten Themen gerade in jüngerer Vergangenheit natürlich sehr geteilter Meinung sein. Das es immens viel Zeit frisst, ständig ablenkt ist von den Plattform Betreibern natürlich gewollt so. Zu meinen Internetanfangsjahren, bin ich mit Modem 2x am Tag online gegangen, da wurden dann Emails abgeholt und die die man zuvor offline beantwortet hatte rausgeschickt. Dauer Online war ich zu der Zeit nur an der Hochschule (vor Ort), „WebDevelopment“ wurde damals Mitte / Ende der 90er noch auf einem lokalen Server gemacht und die Dateien dann, wenn man glaubte fertig zu sein hochgeladen.

    1. Hi Stephan,

      ich hatte mir ja auch von SoMe versprochen, mich fachlich austauschen zu können. Natürlich ist da bei Facebook nicht allzu viel zu erwarten. Aber dann eben von LinkedIn. Allerdings findet auch dort kaum noch fachlicher Austausch statt. Und nein, das liegt nicht nur an meiner Wahrnehmung, sondern auch an dem, das ich gespiegelt bekomme.

      Also ist Mehrwert nicht mehr als Grund anzusehen, dort zu sein. Aber ich kenne eben auch noch die Zeiten, zu denen man wegen Modem viel effizienter mit dem Internet umgegangen ist. Das kann man gut oder schlecht finden. Es war eben einfach so.

      1. Guter Punkt Henning,

        in der Tat ist beim Thema Erfahrungsaustausch „sehr viel Luft nach oben“, wenn es um SoMe geht. Meine Erfahrungen beschränken sich auf linkedin und xing.
        Linkedin ist mittlerweile ein Hackfressenbuch-nachbau geworden. Auch dort gibt es keinen Erfahrungsaustausch.
        Bei xing gibt es die Idee der Gruppen, aber diese kann man eher als „zertifizierte Tags“ im Profil ansehen. Geschrieben wird da nicht und wenn, dann ist es nur Werbung.
        Ich finde dies bei beiden Plattformen nicht schlimm. Für mich sind es digitale Werbeplätze wo ich mein Profil als Arbeit-/Auftragsnehmer präsentiere. Mehr will ich dort nicht.

        Der Hinweis auf „früher war man effektiver, da das Internet beschränkter war“ ist sehr interessant. Die Zeiten von Usenet habe ich verpasst, dafür aber die Zeiten der Foren miterlebt. In Foren gab es immer eine Unterteilung in „Alltag“ und „Hier wird dir geholfen“. Beides war schön und in Gedanken an diese Zeit bin ich geneigt dir recht zu geben, durch geringere Bandbreite gab es maximal Bilder zur Ablenkung, nie aber endlose Videos.

        Apropos Videos und SoMe aka YouTube (und dessen Derivate), ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich ein 10 Minuten langes Video – mit Werbung – anschauen muss, um etwas zu lernen, was man hätte in einer Minute dokumentieren können.

  4. OFFTOPIC
    Deine Webseite ist sehr langsam. Pingdom Tools gibt mir recht, es sind knapp 8 Sekunden für den Aufbau. Mit 26 Request auf der Hauptseite würde ich sagen da stimmt etwas nicht.

    LG Daniel

    1. Du hast recht. Bei mir werden die beiden Request zu vgwort.de und der eine Request zu piwik.js blockiert. Trotzdem sind es noch satte 3,35 Sekunden Ladezeit.
      share_counts braucht fast eine Sekunde und damit fast so lange wie der initiale Request der URL mit 1,25 Sekunden.

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