25 Jahre „Plastic Dreams“ von Jaydee

Sagt Ihnen der Name Jaydee irgendwas? Der Mensch heißt bürgerlich Robin Albers. Und der hatte mit „Plastic Dreams“ seinen einzigen Hit. Aber was für einen. Die Nummer ist ein ewiger Klassiker in den Zappelbuden Europas. Und irgendwie wird das Lied nie alt. Jaydee hat ein zeitloses Meisterwerk aus – nun ja – Jazz, House und Jungle fabriziert. Und es funktioniert immernoch.

„Plastic Dreams“: Techno auf der Hammond Orgel

So schräg muss man erstmal denken: Da nimmt jemand eine Hammond Orgel und improvisiert damit herum. Da wurde nichts komponiert. Das merkt man vor allem der „Long Version“ an. Es wurde ein House-Jungle-Untergrund zusammen geschraubt, worauf Robin Albers wie ein verrückter Derwisch auf der Hammond Orgel herum klimpert. Am Ende kommt ein Schinken wie dieser heraus.

Ich kann mich noch an damals erinnern, wie das in Leipzig war. Da gab es die Diskothek „Rockfabrik“. In die sind wir ab und an eingefallen. Und hier kann ich mich daran erinnern, dass der DJ seine Elektronik-Runde immer mit „Plastic Dreams“ begann. Ebenso eine Disco in der ehemaligen Leistungsstelle des Leipziger Arbeitsamtes namens „Jam“: Der dortige DJ hatte seinen Abend mit der Nummer begonnen.

Uns war doch herzlich egal, was das für eine Nummer war. Es war schräg, höchst rhythmisch, irgendwie geil. Dann fing man aber doch irgendwann mal an zu fragen, was das für ein Lied sei. Naiv, wie man war, hieß die Frage: „Wie heißt denn das Lied mit der Orgel?“ – Das konnte natürlich niemand beantworten. Und so war es eben Pech. Und irgendwann war das Lied vergessen. Bis dann halt irgendwann Youtube aufkam und man nach allerlei Kram suchen konnte. So kam man wieder in Berührung mit „Plastic Dreams“.

Jaydee: Wer zum Geier ist das denn?

Jaydee ist mittlerweile 62 Jahre alt. Der Niederländer war schon alles mögliche. Er hatte Handelswissenschaften studiert, spielte in der niederländischen Baseball-Nationalmannschaft und war dreifacher niederländischer Wrestling-Meister. Er moderierte im Radio und veranstaltete die niederländischen DJ-Meisterschaften. Ach, und zwischendurch fummelte er „Plastic Dreams“ zusammen.

Die DJ-gewordene Ausgabe von Matthias Reim ist irgendwie immernoch aktiv. Als Tonträger war er mit weitem, weitem Abstand mit „Plastic Dreams“ am erfolgreichsten. Er schaffte es damit sogar bis auf Platz 1 der US Dance Charts. Es gibt unzählige Remixes zum Lied. Wahrscheinlich sind sie alle irgendwie bekannt. Und sie sind alle durch Jaydee autorisiert. „Plastic Dreams“ wurde ein Phänomen, das er wahrscheinlich auch bloß nicht erklären kann.

Das Lied

Tja, da sind wir nun: Was spielen wir denn nun als „Plastic Dreams“? Wie gesagt: Es gibt unzählige Remixes. Am besten nehme ich die Original-Version her. Das ist kein Video an sich. Aber das Lied wurde mit erweitertem Datenschutzmodus eingebunden.

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