35 Jahre „Sultana“ von Tarracco

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Ich wette mit Ihnen, Sie kennen das Lied „Sultana“ von Tarracco. Das Ganze geht sogar zurück bis zu den Hamburgern der Band „The Rattles“. Also vielmehr „Tarracco“ geht bs zu der Band rund um Achim Reichel zurück. „Sultana“ selbst geht zurück bis ins Jahr 1971. Und es erlangte mindestens in Westdeutschland große Bekanntheit. Aber mal ganz langsam.

Wer oder was ist „Tarracco“?

Tarracco war ein Projekt des Schlagzeugers Reinhard Tarrach, das zwischen 1984 und 1988 aktiv war. Eben jener „Dickie“ Tarrach hatte ein bewegtes Leben: Erst war er Trommler bei Achim Reichels „The Rattles“ und dann bei „Randy Pie“. 1977 bis 1981 war er bei „Rudolf Rock & die Schocker“. Und dann kam der Ausflug ins elektronische Metier.

Denn er stolperte über Manfred Thiers und Nils Tuxen. Beide hatten den deutsch-rumänischen Keyboarder Mihai Crețu (gesprochen: Kretzu) im Schlepptau. Was, den kennen Sie auch nicht? Wie wäre es mit Michael Cretu? Moti Special, Sandra, Enigma, Peter Cornelius. Und da der Erfolg mit „Moti Special“ noch etwas dauerte, fummelte Tarrach allein an den Synthies herum.

So kam als „Dickie Tarrach“ die Nummer „Sioux (Indian Hymn“) zustande, die Thomas Gottschalk im Bayerischen Rundfunk als Wettermusik benutzte. Ach, und es gab Peter Illmann, der im ZDF für den „Peter Illmann Treff“ die Erkennungsmelodie „Sultana“ von Tarrach – nun als „Tarracco“ – verwendete.

Ja, nun: Muss man „Sultana“ kennen?

„Müssen“ ist vielleicht zu viel gesagt. Aber praktisch jeder, der in den Achtzigern aktiv die Medien konsumiert hatte, ist über „Sultana“ gefallen. Es handelt sich um eine Cover-Version des gleichnamigen Liedes der Progressive-Rock-Band „Titanic“ aus Norwegen. Nur irgendwie in meinen Ohren wesentlich besser. Klar, „Titanic“ hatten Klasse. Aber mir gefällt die Cover-Version einfach besser.

Ewige Jahre hatte ich das Lied nicht mehr gehört. Und dann begann ich vor einer ganzen Weile, den Sender „R.SA Sachsen“ zu hören. Die haben vor den Nachrichten immer irgendwelche kurzen Instrumental-Einblendungen. Und ganz plötzlich dudelte „Sultana“ daher. Ich hatte natürlich keine Ahnung, wie das Lied heißt. So ist das bei Instrumental-Stücken.

Na klar, ich liebe dieses Stück Musik. Und also hatte ich mal beim Sender gefragt. Aber ohne genauen Zeitpunkt ist das unmöglich. Bis es neulich wieder lief. Der Sender bietet eine „WhatsApp-Hotline“ – oder so. Und dort habe ich nochmal gefragt. Und ich erhielt endlich die Auskunft, wie das Lied heißt.

Das Lied

Ja, ich könnte Ihnen von „Sultana“ die normale Version einbinden. Aber das kann ja jeder. Und außerdem hat die eine etwas überschaubare Qualität. Also gibt es den „Disco Video Mix by Glenn Rivera“. Und wenn Sie das Stück in seinen ganzen achteinhalb Minuten so hören: Klingelt es? Haben Sie es nun schon mal gehört?

Nein, es ist kein offizielles Video. Es handelt sich um Filmsequenzen aus einem absurden Science Fiction Klamauk namens „It came from beneath the Sea“. Sie müssen sich den Quatsch ja nicht anschauen. Also: Kopfhörer auf, Augen zu und ab dafür!

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