Cyber-Angriffe gegen die Ukraine - Bild von Elchinator auf Pixabay

Cyber-Angriffe gegen die Ukraine - Bild von Elchinator auf Pixabay

Cyber-Angriffe gegen die Ukraine

Cyber-Angriffe: Eigentlich mag ich den Begriff überhaupt nicht. Aber in diesen Zeiten, die wir derzeit haben, muss ich auch ungeliebte Dinge mit aufgreifen. Und sei es nur, um darauf hinzuweisen, dass man vielleicht einem Trugschluss aufgesessen ist. Vielleicht hat man anfangs gedacht, dass Wladimir Putin in einer Art Kurzschluss-Handlung den Befehl zum Angriff auf die Ukraine gegeben hat. Das hatte sich ja als Irrglaube herausgestellt. Aber wie weit der ganze Krieg im Vorfeld geplant war, zeigt sich anhand einiger Informationen.

Die Ukraine im Krieg

Ich hatte am 25. Februar diesen Artikel im Blog veröffentlicht. Das Interesse ist zwar vorhanden, was um die 100 Aufrufe seitdem zeigen. Aber vermutlich interessieren sich Leser hier auf der Seite für andere Dinge. So gibt es diesen Artikel von vor 10 Jahren. In dem ging es um die Meldung „Tango down“. Und genau das ist passiert: „Tango down“, Webseiten wurden lahmgelegt. Nicht nur auf russischer Seite, wie man so hört. Sondern eben auch auf ukrainischer Seite.

Ja, wir wissen, dass sich die Ukraine im Krieg befindet. Und dazu gehören eben auch Cyber-Angriffe. Und hier passt „Tango down“ schon wieder gut dazu. Wenn im „echten Krieg“ von „Tango down“ die Rede ist, wurde ein ausgemachtes Ziel vernichtet. So, wie das auch mit Webseiten passiert. In einem Krieg stirbt die Wahrheit immer zuerst, sagt man. Und auch im Ukraine-Krieg ist das so. Deshalb müssen wir damit vorsichtig sein, welche Informationen wir so vorgesetzt bekommen.

Ich will auch gar nicht so sehr über den Krieg an sich erzählen. Der ist schrecklich genug. Ich muss da jetzt nicht auch noch von irgendwelchen Kriegshandlungen erzählen, wie das Beschießen des einen Kernkraftwerks oder die Bombardierung von zivilen Wohnsiedlungen. Aber ich will darauf hinaus, dass es im Vorfeld des Angriffs Cyber-Angriffe gegeben hat. Insofern war der ganze Kampf schon lange vorher geplant und wird nun nach und nach minutiös umgesetzt.

Microsoft: Cyber-Angriffe gegen die Ukraine

Ich bin kein Dampfplauderer. Deshalb habe ich mich auch tagelang zurückgehalten. Ehrlicherweise ereilten mich auch andere Aufgaben. Jedenfalls bin ich darüber gestolpert, dass Microsoft mitgeteilt hat, dass Stunden vor dem ersten Angriff Russlands auf die Ukraine eine Welle Cyber-Angriffe gegen das südosteuropäische Land ablief. Und dann fängst du natürlich an mit der Recherche. Und du landest dabei, dass das Alles nicht zum ersten Mal geschah.

Bereits Mitte Januar hatte Microsoft festgestellt, dass es im Bereich der Cyber-Angriffe eine erhöhte Aktivität gegen die Ukraine gab. Nein, Microsoft gab selbst nicht bekannt, dass es sich um russische Angriffe handelte. Wie auch? Das war da noch viel zu frisch. Jedenfalls muss es da schon die ersten Vorbereitungen gegeben haben. Das passiert doch alles nicht per Zufall. Wer weiß, vielleicht wollte man kritische Netzwerkknoten in der Ukraine lahmlegen oder so. Wir werden es wohl nie erfahren.

Dieses ganze Spektakel rund um die Cyber-Angriffe ist im Moment ohne Beispiel aus der Vergangenheit. Und zwar in beide Richtungen. Russland wird ebenso von heftigen Angriffswellen erschüttert wie die Ukraine, wie man so hört. Es gibt auch Einmischungen dritter, wie die Angriffe von Anonymous zeigen. Es ist unheimlich undurchsichtig. Wir sollten alle aufpassen, was da so in nächster Zeit passiert. Jedenfalls muss es angefangen haben, als Russland Cyber-Angriffe gegen die Ukraine gefahren hatte.

Wie verhalte ich mich jetzt?

Nein, an der ganzen Gemengelage mit Waffen, Bomben und all dem, zusätzlich noch die Cyber-Angriffe und all die Falschmeldungen und sowas, kann ich nicht viel ändern. Aber ich habe in den letzten Tagen gemerkt, wie mich diese ganze Geschichte angefasst hat. Deshalb muss ich mich auch irgendwie zurückhalten. Vor allem müssen wir uns alle – ich auch – dazu disziplinieren, nicht allen Scheiß zu teilen, nur weil er für uns geil und großartig klingt.

Ich werde also nicht allzu viel mehr zum Thema von mir geben. Natürlich bin ich zutiefst erbost über unseren sächsischen Ministerpräsidenten, der trotz der Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung vorgeschlagen hatte, vernünftig mit Putin umzugehen. Wo zeigt denn der russische Zar Präsident denn Vernunft? Gleichwohl kann ich es aber eh nicht ändern. Und so muss ich ganz ehrlich sagen:

Seid vorsichtig mit allem, was euch digital entgegen kommt. Öffnet nichts, von dem ihr vielleicht sonst die Finger lassen würdet. Prüft alles, was man euch erzählt. Seid aber hilfsbereit zu denen, die es nötig haben. Nein, niemand MUSS irgendwen aufnehmen. Aber vielleicht kann man beim Aufklären mithelfen oder beim Organisieren. Seid einfach Menschen. Ich versuche das doch auch. Cyber-Angriffe werden wir nicht verhindern können, Kriege an sich auch nicht. Aber wir können fair sein. Mehr verlangt niemand.

1 Kommentar zu „Cyber-Angriffe gegen die Ukraine“

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