Bada, Bada und kein Ende

Es ist hinlänglich bekannt, dass das Samsung Handy-Betriebssystem Bada wohl vor dem Aus steht. Es gibt kaum neue Informationen, derzeit kommen auch keine Updates, und es gibt einen Haufen Gerüchte, dass Bada durch das neue System TIZEN ersetzt werden soll.

Aber halt, da ist doch die Twitter Timeline. Und dort habe ich den Account @samsungbada in meiner Liste. Und dort lese ich neuerdings wieder erstaunliches.

Bedeutet das, dass Samsung nun doch neue Apps für Bada präsentieren will? Wer soll denn für ein zum Abschuss freigegebenes Betriebssystem noch irgendwas entwickeln? Es scheint so, als würde Samsung entweder die Entwicklerwelt veralbern wollen, oder als würde Bada 3.0 kurz bevor stehen.

Auch bietet @samsungbada – also Samsung – den geneigten Entwicklern an, sich in eine Testumgebung einzuwählen, um Apps zu testen. Das machen sie voller Inbrunst über Twitter:

Also entweder soll es zu einer Wiederbelebung der Attraktivität dieses tadellosen Betriebssystems kommen oder Samsung will das System völlig gegen die Wand fahren. Ich weiß nicht so wirklich, was das soll.

Dazu kommt die unterirdische Kommunikationspolitik der Südkoreaner. Man weiß einfach nicht, woran man bei denen ist. Ob das asiatische Zurückhaltung ist? Ich möchte es fast nicht glauben. Ich denke eher an Ignoranz und Großspurigkeit.

Da man nichts wirklich gutes von Samsung erfährt, haben sich Tüftler daran gemacht und einen Android-Klon des Bada-Systems gebastelt. Der nennt sich badaDROID. Der soll wirklich funktionieren. Und der bringt vielleicht auch einige Android-Funktionen mit, die ein Bada-Nutzer unter Umständen vermissen könnte.

Es soll wohl auch Leute geben, die TIZEN schon erfolgreich auf bestehende Bada-Handys gebracht haben. Not macht eben erfinderisch. TIZEN soll ja angeblich der große Heilsbringer sein. Und da lässt man sich eben etwas einfallen.

Die Wikipedia weiß allerdings, dass es eine Bada-Fortsetzung geben soll: Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres ist angeblich Bada 3.0 geplant. Unter der Version soll dann ein echtes Linux arbeiten, meint die Enzyklopädie. Na, ich bin mal gespannt.

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