Erasure sind zurück und wollen alles niederreißen

Die Welt, wie sie morgen aussieht, wollen Erasure erklären. Dabei hat das „Morgen“ für viele Erasure-Fans gerade erst begonnen. Nach 4 Jahren Pause erscheint dieser Tage das neue Erasure-Album, „Tomorrow’s World“. Vorab können wir der neuen Single lauschen.

Die Herren Bell und Clarke sind deutlich gealtert. Andy Bell – für Fans ungewohnt – trägt nun öffentlich seine Brille. Lässig sitzen sie im Interview und berichten darüber, dass sie nach dem Album „Light at the end of the world“ (2007) ausgebrannt gewesen seien. Sie wollten etwas neues schaffen und nahmen sich eine ausgedehnte Pause.

Ersaure-Fans wissen natürlich von dem Umstand, dass Andy Bell seit 1998 bewusst ist, dass er HIV-positiv ist. Und so gab es auch Gerüchte, dass sich Erasure aufgelöst haben. Da aber sowohl OMD (History of Modern) als auch Alphaville (Catching rays on giants) erfolgreich zurückkamen und Depeche Mode eigentlich nie weg waren, hat man irgendwie gedacht, dass es Erasure auch machen werden. Und so kam es auch.

Nun wollen Erasure alles niederreißen. Ihre neue Single „If I start to (Break it all down)“ erscheint dieser Tage. Mitten im Herbst klingen Reggae-Rhythmen bei einer Synthie Pop Band schon etwas befremdlich. Die Musik klingt frisch, Andy Bell klingt gewohnt souverän, und so erhält man den Eindruck eines frischen und gelungenen Musikstücks.

Die Single soll natürlich das neue Album vorantreiben. Wie oft in der Erasure-Vergangenheit, war die erste Single eines neuen Albums ein Gassenhauer (Ich erinnere an „Sometimes“ zum 1987er Album „The Circus“), und erst bei intensivem Hören des jeweiligen Albums entdeckt man die wirklichen Perlen des Albums.

Ich würde mir wünschen, dass „Tomorrow’s World“ wieder eine gelungene Mischung aus tanzbarem Synthie Pop, experimentell-verspielten Werken und nachdenklich stimmenden Liedern ist. Die neue Single lässt jedenfalls vermuten, dass wir ein gutes Album aufgetischt bekommen.

Aber Vorsicht! Andy Bell hat Sorge, die schwindelerregenden Tonhöhen bei „When I start to (Break it down)“ live in Konzerten zu treffen. Das nehme ich ihm auf jeden Fall ab. Die Single jedenfalls klingt sehr souverän:

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