KI-Irrglaube - (C) geralt - Pixabay-Lizenz - via Pixabay.com

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KI-Irrglaube: Glauben wir denn alles, was man uns erzählt?

Letzte Aktualisierung am

Es ist ganz seltsam, was man immer wieder an KI-Irrglaube serviert bekommt. Deshalb müssen wir uns noch einmal über das Thema Künstliche Intelligenz unterhalten. Denn es ist wirklich so, dass da jede Menge Zeug behauptet wird, weil es hauptsächlich gut klickt. Jedenfalls habe ich keine andere Erklärung dafür. Was überall dabei ist: Plastische Gesichter-Bilder mit Leitungen im Schädel. Also so ähnlich wie oben das Artikelbild. Aber was meine ich denn nun mit KI-Irrglaube?

Wenn Computer denken: Was ist künstliche Intelligenz?

Wenn ich mich so umsehe, was alles künstliche Intelligenz genannt wird, frage ich mich schon manchmal, woher diese Informationen stammen mögen. Es scheitert doch schon an der Definition des Begriffs “Intelligenz”. Es ist die Sammlung und Vermischung von kognitiven Fähigkeiten (also das Erkennen von Dingen und Informationen), der Fähigkeit der geistigen Einordnung dieser Informationen und dem Verstehen der Zusammenhänge.

Intelligenz kommt vom lateinischen Wort “intellegere”, was wohl so etwas wie ein Kofferwort aus “inter” (zwischen) und “legere” (lesen) ist. Es ist also das berühmte “zwischen den Zeilen lesen”, was Intelligenz ausmacht. Ein großer KI-Irrglaube ist, dass künstliche Intelligenz nur mit Informationen gefüttert werden muss, dann kommt schon das richtige dabei heraus. Aber was, wenn die KI gar nicht weiß, was sie mit den Informationen anfangen soll?

Es ist der Versuch, die Entscheidungsstrukturen von Menschen nachzubilden. Computer sollen eigenständig Probleme bearbeiten und lösen. Allerdings machen das Computer durch Algorithmen. Das hat ja erstmal noch nichts mit Intelligenz zu tun. Denn dafür braucht es die Kognition, also unter anderem Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Kreativität etc. Auch Wille und Glaube gehören dazu. Wenn Computer aber denken sollen, müssen all diese kognitiven Fähigkeiten erst antrainiert werden.

Und wie ist das denn mit der sozialen Kompetenz, also der Fähigkeit, Stimmungen zu erkennen und zu beeinflussen? Das kann eine künstliche Intelligenz bisher nicht leisten. Und Gefühle? Eine Maschine kann sie vielleicht lesen. Aber empfinden? Ich denke nicht. Ein gern genommener KI-Irrglaube ist, dass der Mensch durch die Maschine ersetzt wird. Ich nehme aber an, dass das noch dauern wird. Wenn es überhaupt passiert.

Der KI-Irrglaube: Nichts ist jemals vergessen

Es ist also bereits klar, dass die Maschine den Menschen (noch) nicht ersetzen wird. Leider würde eine künstliche Intelligenz alles auf schwarz oder weiß reduzieren, die 50 Schattierungen im Graubereich dazwischen würden nicht beachtet werden. Das nennt man auch Isotyp. Deshalb klappt das auch mit dem Bloggen nicht, wenn es eine KI machen würde. Auch andere Dinge sind eher schwierig. So ist es auch ein beliebter KI-Irrglaube, dass eine künstliche Intelligenz Falschmeldungen immer erkennen würde.

Mit dem Verbreiten von Falschmeldungen ist es schon anders. Denn da gibt es das Problem der Deep Fakes, die mit neuronalen Netzen erzeugt werden. Und was passiert dann am Ende, wenn eine Kampagne abgeschlossen ist? Kann eine künstliche Intelligenz vergessen? Oder macht sie im Zweifelsfall immer so weiter? Und kann sie eventuell “gefangen genommen” und “gefoltert” werden? Genau das ist möglich. Und dann gibt sie auch ihre Informationen preis.

Der Mensch kann vergessen. Einer Maschine muss man dies praktisch antrainieren. Das geschieht zum Beispiel über ein “langes Kurzzeitgedächtnis”, bei dem beigebracht wird, welche Informationen behalten werden sollen, welche Aspekte gespeichert werden und worauf sich die KI fokussieren soll. Andererseits gibt es den Ansatz, dass eine KI Informationen und Aufgaben als wichtig markieren kann. Ohne solche Ansätze kann eine künstliche Intelligenz nicht vergessen.

Fazit

Der KI-Irrglaube, dass die Maschine besser als der Mensch sei und diesen ersetzen kann, ist vor allem eins: ein Irrglaube. Der Mensch muss vor allem immer die Überhand und einen Not-Aus-Knopf haben. Aber auch so fehlen der künstlichen Intelligenz Dinge wie Bewusstsein, Empathie etc. Wir sollten nicht glauben, dass uns irgendwie übermorgen Roboter beherrschen und wir die Sklaven unserer eigenen Maschinen sind.

Hier wird von den Medien viel erzählt. Es geht vor allem um Berechnung, Entscheidung und anderem. Alles Dinge, die von Menschen der künstlichen Intelligenz vorher eingebaut worden sind. Um Unterstützung zu erhalten. Ich habe immer schon dafür geworben, nicht gleich alles zu verteufeln. Deshalb sollten wir ja nicht alles glauben, was uns zum Thema erzählt wird. Dann gibt es auch weniger KI-Irrglaube.

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