Mikroplastik-Welt: Am Ende des Luxus

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Die Welt ist voller Mikroplastik. Wir können uns gar nicht dagegen wehren. Damit wird aber am Ende gewährleistet, dass wir daran garantiert sterben werden. Es gibt schlichtweg nichts, wo keine Mikroplastik dabei ist. Glauben Sie bloß nicht, dass Sie davon kommen können. Plastik befindet sich überall. Auch in Ihrem Körper. Und der Witz dabei ist: Wir haben es am Ende so gewollt. Leute, wir müssen darüber reden.

Was genau ist Mikroplastik?

Deutschland allein ist für die Emission von rund 330000 Tonnen Mikroplastik verantwortlich. Daher müssen wir einmal klären, was das eigentlich ist. Denn diese Zahl entspricht in etwa 4 Kilogramm pro Person. Und damit ist Deutschland sehr weit oben in dieser fragwürdigen Hitliste angekommen. Also: Was ist das Zeug, was uns nach und nach krank machen und dann töten wird?

Unter Mikroplastik versteht man allgemein kleinste Kunststoff-Teilchen mit weniger als 5 mm Durchmesser. Sie entstehen beim Zerfall von Kunststoffen, beim Abrieb von Reifen, sind in Kosmetika, in Babywindeln, in der Nahrung, in den Tieren der Welt enthalten. Sie sind enorm schwer abbaubar und haben eine vergleichbare Dichte wie Wasser.

Und das ist das, was ich meinte, dass wir uns praktisch nicht vor dem Zeug retten können. Und weil beispielsweise Shampoo und Duschgel sonstwas für eine Wunder-Wirkung haben sollen, nehmen wir Mikroplastik-Partikel sogar auch noch in Kauf. Mit „Wir“ meine ich auch mich. Wir wissen eigentlich, dass das Zeug nicht sonderlich gut sein kann. Aber wir nehmen es dennoch.

Das Paradoxe an der Sache ist, wenn wir bei Kosmetika bleiben wollen, dass uns die suggerierte Pflege-Wirkung nach und nach krank macht. Und wenn wir uns denken, dass wir fangfrischen Fisch essen und uns damit gesund ernähren, liegen wir ebenso falsch. Denn Mikroplastik kommt auch in den Meerestieren vor. Denken wir an die riesigen Müllteppiche auf den Weltmeeren.

Wir machen uns krank

Jetzt mal ehrlich: Gab es früher solche merkwürdigen Stoffwechsel-Erkrankungen? Gluten-Unverträglichkeit? Was auch immer? Ich bin kein Experte. Aber ich glaube, wir müssen nicht allzu weit denken, dass das auch – vielleicht nicht hauptsächlich, aber auch – mit den uns vorgesetzten Lebensmitteln zusammen hängt. Wie kann man sich denn noch gesund ernähren?

Ach ja, wir haben ja „Bio“. Aber raten Sie mal: Können die Bio-Bauern wirklich garantieren, keine Mikroplastik auszuliefern? Die können ja gar nichts dafür. Die früher mal beschriebenen furzenden Kühe tun das vielleicht nicht nur wegen der Antibiotika, sondern auch wegen dem genannten Zeug, was ja zwangsläufig in die Nahrung kommt?

Wir haben eine gute Freundin, für die es immer schwieriger wird, sich überhaupt zu ernähren. Die bekommt Jahr für Jahr immer mehr Unverträglichkeiten dazu. Das war nicht immer so. Sie lebte immer gesund. Aber genau das reichte eben nicht. Ich würde wetten wollen, dass da solches Zeug wie die Mikroplastik eine große Rolle dabei spielt. Aber ich bin eben kein Experte.

Der Vergiftung begegnen

Nein, ich komme jetzt bestimmt nicht daher und empfehle irgendwelche Elixiere oder mache Chemtrails für den Zustand verantwortlich. Die schleichende Vergiftung der Weltbevölkerung hat der Mensch selbst zu verantworten. Und nur die Menschen selbst können dem Ganzen Einhalt gebieten. Sonst dauert es nicht mehr lang, dass wir so etwas wie twitternde Bäume nicht mehr brauchen.

Man löst das Problem allerdings nicht, indem man die Plastiktüten im Supermarkt verbietet. Die werden zwar auch in den Weltmeeren zu Mikroplastik. Aber der Anteil der Tüten ist dann ja wohl doch eher gering. Man kommt nicht umhin, größer zu denken. Bevor USA und Russland sich wieder in ein Wettrüsten begeben, sollte man darüber nachdenken, dem Plastikmüll den Krieg zu erklären.

Erinnern Sie sich noch, als Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe verboten wurden, weil sie für das Ozonloch verantwortlich gemacht wurden? Das ist nun auch ein paar Jährchen schon wieder her. 1989 gab es eine riesige Welle der Ablehnung von FCKW. Bevölkerung, Politik und letztlich auch die Wirtschaft waren gegen die Gase. Und letztlich hatten die Gase verloren.

So eine Bewegung könnte nun auch der Mikroplastik bevorstehen. Wenn Theresa May von dem Zeug als „Plage“ redet, hat das einen gewissen Charme. Vor ein paar Jahren wusste man zwar auch mehrheitlich von der Gefahr des Plastikmülls, es war aber egal. Diese Haltung hat sich aber inzwischen gewandelt. Und wer weiß, vielleicht passiert ja doch langsam etwas sinnvolles.

Ist der Planet noch zu retten?

Bei Mikroplastik hört es aber nicht auf. Heute haben wir das Wetter genutzt und die Sonne auf dem Balkon genutzt. Bei frühlingshaftem Wetter waren sonst auch schon Mitte Februar Spatzen zu hören, wie sie keckern und zanken. Nichts. Ein paar Meisen waren zu sehen. Die Vögel vermissen einfach mal die Insekten. Die sind nicht mehr da. Schadstoffen und – ja – Mikroplastik sei dank.

Ich denke, der Mensch muss seine Heimat selbst retten. Wie soll es denn anders gehen? Meiner Meinung nach muss das Bewusstsein geschärft werden, was wir mit unserem Lebensstil anrichten. Wenn wir ablehnen, dass der Supermarkt um die Ecke die Bio-Gurke in Plastik eingeschweißt verkauft, weil Bio und Plastik nicht vereinbar ist, dann können wir dort eben nicht einkaufen.

Die Menschen sind selbst dafür verantwortlich, den Schaden, den sie angerichtet haben, wieder gut zu machen. Das könnte natürlich etwas teurer sein als der bisherige Lebensstil. Aber selbst wenn wir nur an uns denken: Es würde der Gesundheit dienen, und die kann gar nicht teuer genug sein. Denn wer weiß, vielleicht muss man ja bei weniger Plastik in der Umwelt auch weniger Nahrungsergänzungsmittel nehmen, wenn man welche nimmt.

The Deep Blue Sea

Schau raus aufs tiefe, blaue Meer. Diese Schönheit! Dieser Frieden! Diese unberührte Natur! – Falsch! Der Ozean ist nicht unberührt. Mal abgesehen davon, was da tagtäglich durch fährt. Aber die Schönheit des Ozeans ist gefährdet, wenn wir uns nicht endlich zusammenreißen und die Mikroplastik loswerden. Oben das Bild zeigt die Ablagerungen von Mikroplastik im Meer rund um die Azoren.

Ist das nicht erschreckend? Und all das landet in der letzten Konsequenz in unseren Körpern. Ich schrieb oben vom Reifen-Abrieb. So ein Dreck landet am Ende bei uns auf den Tellern. Und wir wundern uns über Unverträglichkeiten? Das tiefe, blaue Meer hat gewaltigen Schaden genommen. Den muss irgendwer wieder gut machen. Und eigentlich geht das nur, wenn jeder mithilft, oder?

4 Kommentare

  1. Deine Frage: Ist der Planet noch zu retten?
    Ist völlig falsch gestellt.

    Das ist irgendwie auch anmaßend von der „Krone der Schöpfung“.
    Wir müssen den Planeten retten! Das ist meiner Meinung nach Unfug.
    Die Erde als Planet hat viele und größere Katastrophen in 4 Milliarden Jahren überstanden. Da sind wir mit unseren Fehlern nur ein leichter Schnupfen.
    Das einzige was die Menschheit versuchen kann ist Ihr Überleben als Art zu sichern für ein Weilchen. Kurzfristig in der Perspektive von ein paar Tausend Jahren die jetzige Lebensweise. Das ist aber schon eine Mammutaufgabe die wohl scheitern wird.

    Wie es für die Menschen endet ist nicht vorhersehbar.
    Es gibt neben den Dingen die wir selbst beeinflusen können Unwägbarkeiten die man nicht beeinflusen kann.
    Supervulkane, Sonnenaktivitäten, Meteoriteneinschläge, kosmische Strahlung u.s.w.. Alles Dinge die das Leben auf der Erde mehrfach völlig umgekrempelt haben. Das alles will keiner gern hören ist aber Tatsache.
    Bin da sehr pessimistisch.

    1. Naja, aber wir können jeder für sich einen Beitrag dazu leisten, dass unser eigener Schaden nicht zu groß ist. Stell dir mal vor, es käme keine Naturkatastrophe biblischen Ausmaßes. Dann lebt die Menschheit in ein paar Millionen Jahren auf einer riesigen Müllkippe.

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